Weichfäule


Englisch: Soft rot
Französisch: Pourriture molle
Italienisch: Marciume molle
Spanisch: Pudrición blanda


Inhaltsverzeichnis
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Die Weichfäule ist eine parasitäre Pflanzenkrankheit, bei der parenchymatisches Gewebe [1] durch Pilze oder Bakterien befallen ist. Das befallene Gewebe zerfällt im Laufe der Krankheit in eine wässrige Masse. Hauptgrund für den Zellzerfall ist dass Pektinasen (Enzyme, die Pektine abbauen) des Parasiten die Mittellamellen der Zellen zersetzt und dadurch die Zellwand gelockert und zersetzt wird. Darum wird die Weichfäule auch als Nassfäule bezeichnet. Dadurch können wiederum andere Enzyme wie beispielsweise Cellulasen oder Hemicellulasen wirksam werden. Weichfäule tritt hauptsächlich an unterirdischen Speicherorganen auf und geht bei längerem Krankheitsverlauf auf oberirdische Pflanzenteile über; Gelegentlich kann die Weichfäule aber auch von oben beginnen und sich in das unterirdische Speicherorgan hineinziehen.


Weichfäule Arten

Die Bakterielle-Weichfäule wird von Erwinia carotovora ausgelöst und ist auch als Knollen-Nassfäule, Bakterien-Nassfäule oder einfach nur Weichfäule bakannt. Erwinia carotovora zählt in der Familie der Enterobacteriaceae zur Gattung der Erwinia. Die Bakterielle-Weichfäule kann beispielsweise am Chicorée oder der Kartoffel auftreten. Bei der Kartoffel wird sie als Nassfäule oder Schwarzbeinigkeit bezeichnet.

Die Weichfäule von Gurke oder Kopfsalat ist meist durch Sklerotien-Fäule verursacht.

[1] Parenchymatisches Gewebe: Als Parenchym wird das Gewebe bezeichnet, das im Pflanzenkörper den Raum zwischen der Epidermis (Oberhaut) bzw. der Rhizodermis (Wurzelhaut) und den Leitbündeln (Leitungsgewebe) in der Regel vollständig ausfüllt.



Zusammenfassung und Kurzinfos

  • Lederbeerenfäule ist eine Weichfäule
  • Weichfäule ist eine Lagerkrankheit
  • Weichfäule wird verursacht durch Pilze, Bakterien



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 » Lebensmittelchemie
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 » Der große Larousse Gastronomique
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 » Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 » Lebensmittel-Lexikon