Rèze, Petit Prié Tardif, Rèze verte, Resi, Rèzi


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Die Rèze ist eine autochthone, sehr selten gewordene weiße Rebsorte, die heute nur noch im Schweizer Weinbaugebiet Wallis auf einer Fläche von nur 2 ha angebaut wird. Sie wird zur Herstellung des Gletscherweines verwendet und wird entsprechend unter der Bezeichnung Vin du Glacier oder Gletscherwein im Handel angeboten. Man geht davon aus, dass die Rèze-Rebe eine sehr urtümliche und alte Rebsorte ist und schon von Plinius dem Älteren (* etwa 23; † 25. August 79) unter der Bezeichnung Uva raetica erwähnt wurde.

Die Rèze zählt zu den spät reifenden Rebsorten. Die aus ihr hergestellten Weine haben einen leicht harzigen Charakter, der an den griechischen Retsina erinnert. Sie besitzen sehr viel Säure und werden deshalb sehr lange im Holzfass ausgebaut (gelagert). Während der Lagerung im Holzfass baut sich die Säure teilweise ab. Gute Gletscherweine sind mindestens 25 Jahre alt.


Rèze: Synonyme

Synonyme für die Rebsorte Rèze sind Petit Prié Tardif, Rèze verte, Rèzi, Resi.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 » Lebensmittelchemie
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 » Der große Larousse Gastronomique
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 » Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 » Lebensmittel-Lexikon