Mangelernährung


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Unter der Mangelernährung versteht man eine falsche oder eine unzureichende Nährstoffzufuhr und/oder Energiezufuhr. Insbesondere bei unterernährten Menschen tritt häufig ein Mangel an Energie und Eiweiß (hier spricht man von einer so genannten Protein-Energie-Malnutrition) sowei ein Mangel an essentiellen Stoffen wie Mineralstoffen und Vitaminen auf.

Auch wenn dem Körper ausreichend Energir zugeführt wird kann eine Mangelernährung auftreten. So können durch zu einseitige Ernährung mit kohlenhydratreichen Lebensmitteln zum Eiweißmagelsyndrom mit Ödembildung (eine Schwellung des Gewebes verursacht durch Einlagerung von Flüssigkeit) kommen. Bei zu geringem Verzehr von Obst, Gemüse und Getreideerzeugnissen können Vitaminmangelkrankheiten auftreten.
Mangelkrankheiten stehen also in einem engen Zusammenhang mit dem Mangel an Nährstoffen. Ernährt man sich falsch, ist die Lebensmittelauswahl nicht ausgewogen, so entsteht ein Nährstoffmangel. Im Zusammenhang mit ungesunder Ernährung kann man oft einen marginalen Nährstoffmangel beobachten. Das heißt, dass die meisten Nährstoffe im Körper zwar vorhanden sind, allerdings nicht in ausreichender Menge. Bei einer falschen Zusammenstellung der Lebensmittel ist die optimale Nährstoffversorgung nicht gewährleistet. Besonders bei Kindern und älteren Menschen muss auf eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen geachtet werden.

Neben der mangelhaften Zusammenstellung des Speiseplans kann natürlich auch eine Unterversorgung an Lebensmitteln für den Nährstoffmangel verantwortlich sein. Hier kommt es oftmals zu einem absoluten Nährstoffmangel. Das bedeutet, dass die wichtigen Nährstoffe teilweise völlig fehlen. Solch einen Nährstoffmangel kann man bei Erkrankungen wie der Magersucht oder der Bulimie feststellen. Auch Senioren oder Obdachlose können betroffen sein, wenn die Versorgung mit Nahrung aufgrund der sozialen Stellung oder aufgrund körperlicher Gebrechen nicht mehr gewährleistet werden kann. Viele Formen der Unterernährung kennt man aus den Entwicklungsländern. Hier gibt es oftmals wenig Abwechslung auf dem Speiseplan. Nährstoffe wie Eiweiße, Fette, Mineralstoffe und Vitamine kommen häufig zu kurz. In Folge des Nährstoffmangels kann es zu schweren Mangelkrankheiten kommen. Neben der Nahrung kann eine Mangelernährung auch durch zu wenig Flüssigkeit entstehen.

Eine Mangelernährung kann auf Dauer zu schweren Mangelkrankheiten führen. Hier sollte man rechtzeitig gegensteuern und so möglich viel frisches Obst, Gemüse und Fisch in den Speiseplan einbauen. Menge und Zusammenstellung der Lebensmittel müssen dem Bedarf des Einzelnen angepasst werden.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 » Lebensmittelchemie
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 » Der große Larousse Gastronomique
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 » Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 » Lebensmittel-Lexikon