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Chinesischer Ingwer, Fingerwurz, Gewürzlilie


Wissenschaftliche Bezeichnung: Boesenbergia rotunda
Englisch: Resurrection lily, Tropical crocus, Fingerroot, Chinese ginger, Chinese key, Lesser ginger
Französisch: Petits doigts


Inhaltsverzeichnis

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Chinesischer Ingwer stammt ursprünglich aus dem südchinesischen Raum und wird zur Familie der Ingwergewächse (bot.: Zingiberaceae) gezählt. Chinesischer Ingwer wird sowohl als Gewürz denn auch als Heilpflanze verwendet. In China wird das Rhizom (Wurzel) der Pflanze in erster Linie als Heilpflanze verwendet. Auf der südostasiatischen Halbinsel wird Chinesischer Ingwer dagegen auch als Gewürz eingesetzt. Aufgrund seiner eigentümlichen Form wird dieses Rhizom auch Fingerwurz genannt. Der botanische Name dieses Gewürzes lautet Boesenbergia rotunda. Als Synonym werden auch die botanische Bezeichnungen Boesenbergia pandurata, Curcuma rotunda, Gastrochilus panduratus, Kaempferia rotunda und Kaempferia pandurata genannt. Boesenbergia rotunda gehört zur Ordnung der Ingwerartigen (bot.: Zingiberales), der Familie der Ingwergewächse und zur Gattung der Boesenbergia.



Merkmale des Chinesischen Ingwers

Es handelt sich beim Chinesischen Ingwer um eine mehrjährige, krautige Pflanze, die bis zu 50 Zentimeter hoch werden kann. Die Pflanze bildet ein gelbes Rhizom, das in der Erde überdauern kann. Dieses Rhizom hat ein rundes bis eiförmiges Aussehen, ist sehr robust und aromatisch. Die Pflanze bildet bis zu vier Laubblätter aus, die eine gestreckte Eiform oder eine elliptische Lanzettform aufweisen. Die Blätter können bis zu 50 Zentimeter lang und bis zu zwölf Zentimeter breit werden. Die Pflanze bildet zudem Blütenstände aus. Die Blüten des Fingerwurz duften, haben einen zweispaltigen Kelch und eine rosafarbene Krone. Die Pflanze blüht zwischen Juli und August. Als Gewürz wird grundsätzlich nur der Wurzelstock verwendet.

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Verwendung in der Küche

Der Geschmack dieses Ingwergewächses wird als medizinisch, nahezu seifig beschrieben. Wie bei anderen Ingwergewächsen ist auch eine leicht zitronige Note wahrzunehmen. Obwohl der Chinesische Ingwer aus China stammt, wird er dort eigentlich nicht zur Verfeinerung von Speisen genutzt. In China dient der aromatische Wurzelstock eher als Heilpflanze. In Vietnam und Indonesien wird Fingerwurz ebenfalls eher selten zum Kochen verwendet. Höhere Beachtung als Küchengewürz findet Fingerwurz allerdings in Thailand. In der thailändischen Küche wird Fingerwurz genau wie Galgant oder Ingwer zum Würzen von Curries genutzt. Besonders gerne wird die aromatische Gewürzpflanze Fischcurries zugesetzt. Gemüseeintöpfe und Fischsuppen werden in Thailand ebenfalls damit gewürzt. Chinesischer Ingwer wird gerne in Verbindung mit Kaffernlimettenblättern Kaffernlimette, Citrus hystrix, Kaffir-Limette, Mauritius-Papeda verwendet. Um das Rhizom nutzen zu können, wird es zu einer Paste zerrieben. Hin und wieder wird das Gewürz auch in Scheiben geschnitten und so den Speisen zugegeben. In der Regel wird Fingerwurz frisch verwendet. Im getrockneten Zustand verstärkt sich der medizinische Geschmack des Chinesischen Ingwers, weshalb er eher nicht getrocknet verwendet wird. Um getrocknete Wurzelteile zu verzehren, sollten diese zuvor eingeweicht werden.



Die Inhaltsstoffe des Chinesischen Ingwers

Chinesischer Ingwer enthält ätherische Öle, die aus Komponenten wie Kampfer, 1,8-Cineol, Zimtsäuremethylester und d-Borneol bestehen. Zudem enthält das Rhizom Flavonoide (wie Pinostrobin, Alpinetin, Pinocembrin), Flavone und Dihydrochalkone.



Chinesischer Ingwer als Heilpflanze

In China findet Chinesischer Ingwer Anwendung als Heilmittel in der Naturmedizin. Das Rhizom soll gegen Verdauungsstörungen. Sodbrennen, Magenschmerzen und Durchfall wirken. Dem aromatischen Wurzelgemüse wird zudem eine krebshemmende Wirkung nachgesagt.



Chinesischer Ingwer internationale Bezeichnungen und Namen

Namen und Bezeichnungen des Fingerwurz in andren Ländern.



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 »
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 »
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 »
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 »








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