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Thiabendazol, 2-4-Thiazolyl-1H-benzimidazol, Thiaben, Thibenzol, E 233, TBZ

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Englisch: Thiabendazole, Tiabendazole, TBZ
Französisch: Thiabendazole, 2-thiazol-4-yl benzimidazole
Spanisch: Tiabendazol, 2-4-Tiazolil benzimidazol
Italienisch: Tiabendazolo, TBZ

© rdnzl / fotolia.com



Thiabendazol oder kurz TBZ ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Benzimidazole und war als Konservierungsstoff unter der europäische Zulassungsnummer E 233 zugelassen. Seit 1998 ist Thiabendazol von Liste der Lebensmittelzusatzstoffe gestrichen. Heute wird es als Fungizid in der Human- und Veterinärmedizin auch als Wurmmittel eingesetzt. Andere Bezeichnungen für Thiabendazol lauten 2-(4-Thiazolyl)-1H-benzimidazol, Thiaben, Thibenzol. Zudem wird Thiabendazol unter den Markennamen Mintezol, Tresaderm und Arbotect gehandelt.

Auf den Markt gebracht wurde Thiabendazol bereits 1964 von einigen Pharmaunternehmen. Aktuell ist Thiabendazol in Deutschland nur zur Wundversorgung bei Bäumen zugelassen. Als Lebensmittelzusatzstoff ist Thiabendazol in der EU nicht mehr zugelassen. Da dieser synthetische Stoff jedoch als Fungizid genutzt werden darf, kommt er nach wie vor bei der Konservierung von Früchten zum Einsatz. Thiabendazol hat eine sehr gute Wirkung gegen Schimmelpilze.



Herstellung von Thiabendazol

Thiabendazol wird künstlich hergestellt. Gentechnisch veränderte Organismen werden für die Herstellung nicht verwendet.



Verwendung von Thiabendazol

Obwohl Thiabendazol nicht mehr als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist, hat sich an der Verwendung dieses Stoffs nichts geändert. Thiabendazol wird nach wie vor zur Konservierung und zur Oberflächenbehandlung von Bananen und Zitrusfrüchten genutzt. In beiden Fällen wird Thiabendazol den Wachsen beigemischt, die zur Oberflächenbehandlung der Früchte genutzt werden. Diese Behandlung soll die Früchte vor einem vorzeitigen Verderb durch Schimmelpilze schützen. In sehr geringen Mengen darf Thiabendazol auch in Fruchtsäften enthalten sein.
Wenn Thiabendazol für die Oberflächenbehandlung von Zitrusfrüchten eingesetzt wird, so muss dies entsprechend gekennzeichnet werden. Bei Bananen besteht diese Kennzeichnungspflicht nicht. Viele Anbieter von Bananen übernehmen die Kennzeichnung jedoch freiwillig. Wer Bananen oder Zitrusfrüchte, die mit Thiabendazol konserviert wurden, verzehren möchte, sollte beim Schälen der Früchte sorgfältig vorgehen und darauf achten, das Fruchtfleisch nicht zu berühren. Im Anschluss an das Schälen sollten die Hände unbedingt gründlich gewaschen werden.

Thiabendazol findet nicht nur in der Lebensmittelindustrie Anwendung. Der Konservierungsstoff wird auch in anderen Industriezweigen eingesetzt. Das Fungizid wird beispielsweise auch in Medikamenten, die gegen Wurmbefall wirken sollen, eingesetzt. In desinfizierend wirkenden Hautsprays kann Thiabendazol ebenfalls enthalten sein. Zudem erlaubt die Tabakindustrie die Konservierung von Tabakfolien mithilfe von Thiabendazol.



Gesundheitliche Risiken von Thiabendazol

Für Thiabendazol wurde kein ADI-Wert festgelegt. Noch konnte nicht abschließend geklärt werden, inwiefern dieser Konservierungsstoff die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen kann. Von einem häufigen Verzehr wird in der Regel abgeraten.



Zusammenfassung und Kurzinfos









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