Stubenküken, Küken


Englisch: Coquelet, Poussin
Französisch: Young chick, Coquelet, Poussin, Spring chicken, Squab chicken
Italienisch: Galletto
Spanisch: Polluelo


Inhaltsverzeichnis
s0000510-85.747938751472

© ExQuisine / fotolia.com

Stubenküken sind junge, noch nicht geschlechtsreife Hühner mit einem - aus der Praxis ermittelten - Gewicht (gemessen ohne Innereien, Kopf und Stände) zwischen 300 und maximal 500 g. Je nach Quelle reichen die Angaben sogar von 200 bis 600 g Gewicht. Nach der Europäischen Verordnung für Vermarktungsnormen für Geflügelfleisch (Nr. 1234/2007) dürfen Tiere mit einem Gewicht bis 750 g als Stubenküken bezeichnet werden, wenn ihr Schlachtalter 28 Tage nicht überschreitet.
Stubenküken erreichen schon nach drei bis fünf Wochen ihr Schlachtgewicht. Das Fleisch der Küken ist zart und hat eine leicht gelbliche Färbung.
Ursprünglich sind Stubenküken eine Spezialität aus Norddeutschland. Dort war es üblich, Küken, deren Geschlechtsbestimmung nicht sofort möglich war, in der Stube durchzufüttern. Wenn nach wenigen Wochen klar erkennbar war, ob es ein männliches Tier war wurde es geschlachtet, weibliche Tiere wurden als Legehenne groß gezogen.


Verwendung von Stubenküken

Verwendet werden sie meist im Ganzen zum Braten, Backen und Grillen. Außerdem eignen sie sich ausgezeichnet zum Füllen.
Auf hellem Wurzelgemüse gedünstete Stubenküken entfalten, zusammen mit etwas trockenem Sherry ein ganz besonderes feines Aroma.
Die bekannteste, klassische Zubereitungsart ist wohl das Stubenküken auf Hamburger Art (à la hambourgeoise): Die Stubenküken werden gefüllt, in einer Kasserolle 🛒 gebraten und zusammen mit Würfeln von Kartoffeln und geschnittenen Artischockenböden sowie hauchdünn gehobelten Trüffel serviert.



Zusammenfassung und Kurzinfos

  • Stubenküken eignet sich zum Braten, Grillen, Backen
  • Stubenküken ist ein Geflügel, männliches, geschlechtsunreifes Huhn, Huhn
  • Stubenküken wiegt 200 g, 750 g



Quellen


  • Christian Teubner, Sybil Gräfin Schönfeldt, Siegfried Scholtyssek: Das große Buch vom Geflügel. Gräfe & Unzer, 1995 » Das große Buch vom Geflügel