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Meersalz





Meersalz ist aus Meerwasser gewonnenes Salz. Der Begriff Meersalz ist keine Qualitätsbezeichnung sonderen gibt lediglich Auskunft über den zur Herstellung verwendeten Rohstoff. Meersalz wird in Salzgärten, so genannte Salinen gewonnen. Das sind flache Sammelbecken, in denen durch den Einfluss von Sonne und Wind Wasser verdunstet bis das Meersalz übrig bleibt. Lufttemperatur und Feuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Stärke der Sonnenstrahlung sind dabei die bestimmenden klimatischen Faktoren. Aus 1000 g Meerwasser wird durchschnittlich 35 g, also 3,5 % Salz gewonnen. Meersalz enthält neben Natriumchlorid Spuren von anderen Stoffen, darunter Salze von Kalium, Magnesium und Mangan. Zudem enthält Meersalz keinen nennenswerten Iodgehalt, vielmehr wird dem Meersalz nachträglich Iod beigemischt.

© Jörg Hackemann / Fotolia.com

Bild: Meersalzgewinnung in den Salinas de Janubio bei La Hoya südlich von El Golfo und den Los Hervideros auf Lanzarote, Kanaren. Die Saline Janubio ist sie größte und am besten erhaltene unter den Salinen auf Lanzarote.

Im Handel als Speisesalz angebotenes Meersalz ist überwiegend gewaschen und mit hohem Natriumchloridgehalt. Gelegentlich wird auch ungewaschenes, insbesondere aus kleineren Salinen gewonnenes Meersalz auf dem Markt angeboten. Meersalz unterscheidet sich im Geschmack praktisch nicht von Steinsalz und Siedesalz. Nur in sehr geringem Umfang wird Meersalz auch durch direktes, nahezu vollständiges Eindampfen aus Meerwasser gewonnen. Neben dem Natriumchlorid fällen dabei auch anderen im Meerwasser vorhandene Salze aus. Durch verschiedene wasserunlösliche anorganische und organische Bestandteile erhält das Meersalz dann eine bräunlichgraue Färbung.

Besondere Meersalze sind Fleur de Sel und Sel gris.









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