Eisen-II-laktat, E 585, Eisenlactat


Englisch: Ferrous lactate, IronII lactate, Ferro lactate
Französisch: Lactate de fer, Lactate ferreux
Italienisch: Lattato ferroso
Spanisch: Lactato ferroso


Inhaltsverzeichnis

Eisen-II-laktat das Eisensalz der Milchsäure und wird von der Lebensmittelindustrie als Lebensmittelzusatzstoff in der Funktionsklasse der Stabilisatoren, genauer der Farbstabilisatoren eingesetzt. Eisen-II-laktat trägt die europäische Zulassungsnummer E 585 für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann der Farbstabilisator als Eisen-II-laktat, Eisenlactat oder mit der Nummer E 585 angegeben sein.


Verwendung von Eisen-II-laktat

Der Lebensmittelzusatzstoff E 585 ist nur sehr eingeschränkt für Lebensmittel zugelassen. Die Lebensmittelindustrie führt diesen Zusatzstoff in der Funktionsklasse der Stabilisatoren und darf ihn für bestimmte Lebensmittel verwenden. Der Zusatz ist auf eine Höchstmenge von 150 mg/kg beschränkt. Die Beschränkung der Höchstmenge bezieht sich ausschließlich auf den Eisenanteil. Die Lebensmittelindustrie nutzt diesen Lebensmittelzusatzstoff, um grüne Oliven schwarz zu färben. Grüne Oliven sind in der Regel noch nicht reif. Erst mit zunehmendem Reifungsprozess verfärben sich die Früchte dunkel. Mithilfe von Eisen-II-laktat kommt es zu einem Oxidationsvorgang in den Früchten; Sie verfärben sich dunkel. Dieser Zusatzstoff gilt als Farbstabilisator nicht als Farbstoff.

Eisen-II-laktat wird im Übrigen nicht nur von der Lebensmittelindustrie verwendet. Auch die Medizin macht sich den Umstand zunutze, dass diese chemische Verbindung leicht löslich ist und vom Körper gut aufgenommen und verwertet wird. Das heißt, diese chemische Verbindung kann auch dazu dienen, den Eisenspiegel im Körper anzuheben. Wenn Eisen-II-laktat zur Anreicherung mit Eisen verwendet wird, dann muss die Substanz nicht wie ein Lebensmittelzusatzstoff behandelt und entsprechend deklariert werden.


Herstellung von Eisen-II-laktat

Um Eisen-II-laktat zu erhalten, wird Milchsäure benötigt. Durch Herbeiführen einer chemischen Reaktion zwischen Milchsäure und einer eisenhaltigen Substanz erhält man diesen Lebensmittelzusatzstoff.

Genetik im Herstellungsverfahren von Eisen-II-laktat

Milchsäure wird mithilfe von Milchsäurebakterien hergestellt. In der Regel sind die Milchsäurebakterien nicht gentechnisch verändert. Allerdings benötigen die Bakterien ein Nährmedium, damit sie die gewünschten Umwandlungsprozesse durchführen können. Das Nährmedium besteht bei der Milchsäureherstellung meist aus Stärke. Die Stärke stammt von Mais oder Kartoffeln. Die Maisstärke kann zu einem gewissen Anteil aus gv-Mais (gentechnisch verändertem Mais) stammen. Das gilt insbesondere wenn der Mais aus den USA oder Argentinien importiert wurde.


Gesundheitliche Risiken von Eisen-II-laktat

E 585 wurde als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Allerdings wurde ein ADI-Wert festgelegt, der möglichst nicht überschritten werden sollte. Der ADI-Wert liegt bei 0,8 mg/kg Körpergewicht. Bis zu dieser Menge gilt dieser Lebensmittelzusatzstoff als unbedenklich.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben