Piccalilli, Senfpickles, Senfgemüse


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© Brad Pict / fotolia.com

Piccalilli wird auch als englisches Senfgemüse oder Senfpickles bezeichnet. Piccalilli wird vorwiegend aus mundgerecht groß geschnittenen Cornichons, kleinen Blumenkohlröschen und Silberzwiebeln hergestellt. Piccalilli gehört zu den Sauerkonserven. Zur Herstellung von Piccalilli kann aber fast jede Gemüseart verwendet werden. Das blanchierte Gemüse wird dazu mit einer kochenden Marinade aus Senfpulver, Essig, Zucker, Kräutern und Gewürzen übergossen. Piccalilli wird beispielsweise zu Fleisch oder Fisch angeboten.


Variationen

Die Zubereitung des Senfgemüses unterscheidet sich je Rezept und Region sowohl in den verwendeten Zutaten zum Teil erheblich.

Britisches Piccalilli

Britisches Piccalilli besteht aus verschiedenen Gemüsen - Blumenkohl und häufig auch Kürbis sind jedoch feste eine Zutat - Senf, Kurkuma und anderen Gewürzen. Eine Variante, bei der das Gemüse so kein geschnitten ist, dass das Senfgemüse streichfähig ist, wird als Sandwich Piccalilli bezeichnet. Sandwich Piccalilli wird in den meisten Britischen Supermärkten angeboten und als Belag für Sandwiches oder als Beilage zu Würstchen, gebratenen Speck 🛒, Eier, Toast, Käse oder Tomaten serviert.

Amerikanisches Piccalilli

Im Nordosten der USA, bestehen Piccalillis überwiegend aus roten oder grünen Paprika und ähnelt mehr einem Parprika-Relish. Im Vergleich zum klassischen Britischen Senfgemüse sind die Paprikastücke größer geschnitten. Diese Piccalilli-Art wird süßer zubereitet und hat nicht so eine leuchtend gelbe Färbung wie das Britische Pondant. Gereicht wird es zu Hamburger oder Hot Dogs.
Im Mittleren Westen der USA wiederum bestehen die Piccalillis hauptsächlich aus gehackten Gurken und schmecken süßlicher als das Original. Diese Variante dient vorwiegend als Zutat für Chicago-style Hot Dogs und wird manchmal auch Neon Relish genannt.


Zusammenfassung

Piccalilli ist also eine Sauerkonserve, die auch unter der Bezeichnung Senfgemüse oder Senfpickles bekannt ist. Es wird je nach Herkunft und Rezept aus verschiedenen aus Gemüsen, vorwiegend aber Blumenkohl, Senf und Kurkuma zubereitet. Piccalilli ist ein typisch Britisches Erzeugnis, ist aber auch in den USA in verschiedenen Varianten insbesondere als Zutat für Hamburger oder Hot Dogs beliebt. Darüber hinaus werden Piccallilis als Beilage für Fisch, Fleisch, Speck, Schinken, Eier, Käse oder als Sandwichaufstrich verwendet.



Kalorien, Vitamine, Mineralien und Nährstoffe pro 100 g/ml

Piccalilli: Hauptnährstoffe
Kalorien (kcal/kj): 14/59
Kohlenhydrateinheiten (KE, KHE): 0,1
Broteinheiten (BE): 0,08
Kohlenhydrate: 1,20 g
Ballaststoffe: 1,20 g
Eiweiß: 1,80 g
Wasser: 93,30 g
Fett: 0,20 g
MFU: + g
Cholesterin: 0 mg

Piccalilli: Vitamine
Retinol: 182 µg
Thiamin: 0,06 mg
Riboflavin: 0,10 mg
Niacin: 0,40 mg
Pyridoxin: * mg
Ascorbin: 10 mg
Tocopherol: * mg

Piccalilli: Mineralstoffe
Natrium: 53 mg
Kalium: 346 mg
Calcium: 54 mg
Phosphor: 54 mg
Magnesium: 10 mg
Eisen: 1,40 mg

Legende: kcl = Kilokalorie (1 kcal = 4.184 kJ), kj = Kilojoule, g = Gramm, mg = Milligramm (1 mg = 0.001 g), µg = Mikrogramm (1 µg = 0.001 mg), Mengenangaben: "*" = keine Daten vorhanden "+" = in Spuren enthalten, "0" = keine Daten oder praktisch nicht vorhanden.

Alle Angaben ohne Gewähr!



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 » Lebensmittelchemie
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 » Der große Larousse Gastronomique
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 » Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 » Lebensmittel-Lexikon