Du bist hier: LebensmittelzusatzstoffeKonservierungsstoffe

Natamycin, E 235, Pimaricin


Englisch: INN, Pimaricin, Natacyn, Natamycin
Französisch: Natamycine, Pimaricin
Spanisch: Pimaracina, Natamicina
Italienisch: Natamicina, Pimaricina


Inhaltsverzeichnis


Natamycin oder auch Pimaricin genannt ist ein Antibiotikum [1], das biotechnologisch aus den Bakterien Streptomyces natalensis und Streptomyces chattanoogensis produziert wird. Von der Lebensmittelindustrie wird Natamycin als Konservierungsstoff mit der europäische Zulassungsnummer E 235 für Lebensmittelzusatzstoffe eingesetzt.



Verwendung von Natamycin

Die konservierende Wirkung von Natamycin wirkt insbesondere unerwünschten Hefen und Pilzen entgegen. Gegen Bakterien kann dieser Konservierungsstoff jedoch nichts ausrichten. Natamycin ist nur für bestimmte Lebensmittel in einer genau definierten Höchstmenge zugelassen. Eingesetzt wird dieser Lebensmittelzusatzstoff hauptsächlich für Lebensmittel, die über einen längeren Zeitraum reifen müssen und während dieser Reifezeit vor Schimmelpilzen geschützt werden sollen. Darum wird E 235 insbesondere bei der Oberflächenbehandlung von Schnittkäse oder Hartkäse verwendet. Aber auch getrocknete oder gepökelte Wurst kann mit Natamycin behandelt werden. Wenn Verbraucher einen Käse verzehren möchten, dessen Oberfläche mit Natamycin behandelt wurde, so wird empfohlen, die Käserinde großzügig abzuschneiden, da der Konservierungsstoff durch die Käserinde in das Innere des Lebensmittels gelangen kann. Wenn Natamycin zu häufig verzehrt wird, können Hefepilze resistent gegen diesen Wirkstoff werden. Zudem kann es bei häufigem Verzehr zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Der Konservierungsstoff sollte 5 mm unterhalb der Oberfläche des jeweiligen Lebensmittels nicht mehr nachweisbar sein. Auch bei der Herstellung von Wein kann Natamycin zum Einsatz kommen. Für Biolebensmittel ist dieser Konservierungsstoff nicht zugelassen.

© Richard Oechsner / fotolia.com

Das kristalline, weiße Pulver wird auch in der Humanmedizin auch zur Pilzbekämpfung eingesetzt und ist daher Bestandteil einiger Medikamente. So wird Natamycin beispielsweise gegen Pilzinfektionen der Haut genutzt.



Herstellung von Natamycin

Der Konservierungsstoff Natamycin wird mithilfe biotechnologischer Prozesse hergestellt. Als Grundlage für die Gewinnung von Natamycin dienen Schimmelpilze. Bei der Herstellung von Natamycin können auch Organismen, die gentechnisch verändert wurden, zum Einsatz kommen.



Gesundheitliche Risiken von Natamycin

Von Experten Natamycin als unbedenklich eingestuft. Für Natamycin wurde ein ADI-Wert von 0,3 mg pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Natamycin wird in der Regel nicht vom menschlichen Organismus aufgenommen, sondern unverdaut ausgeschieden. Bei einem hohen Verzehr dieses Lebensmittelzusatzstoffs kann es dennoch zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Dieser Lebensmittelzusatzstoff sollte nicht allzu häufig verzehrt werden. Vom Verzehr mit Natamycin behandelter Käserinde und behandelter Wursthaut ist abzuraten, daher sollten sowohl die Käserinde als auch die Wursthaut entfernt werden.

[1] Ein Antimykotikum ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (Mykosen).



Zusammenfassung und Kurzinfos



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »








Bücher zum Nachlesen, Nachkochen und Stöbern



Author @ google+

follow me




Lexikon @ google+

follow me