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Moschus-Erdbeere, Bisamerdbeere, Zimt-Erdbeere



Wissenschaftliche Bezeichnung: Fragaria moschata
Tschechisch: jahodník truskavec
Englisch: musk strawberry, hautbois strawberry, hautboy strawberry
Finnisch: ukkomansikka
Französisch: fraisier musqué, capronier
Spanisch: fresa almizcle
Italienisch: profumata di Tortona
Schwedisch: parksmultron
Polnisch: poziomka wysoka
Portugiesisch: morango musk


Inhaltsverzeichnis

© Christian Jung / fotolia.com



Die Moschus-Erdbeere, Zimt-Erdbeere oder Bisamerdbeere (bot.: Fragaria moschata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Erdbeeren  (bot.: Fragaria) in der Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse (bot.: Rosaceae).


Vorkommen

Die Moschus-Erdbeere wächst bevorzugt entlang Waldrändern und benötigt feuchte sowie geschützte Standorte (Gebüschstandorte). Sie verträgt keine starken Temperaturschwankungen, und ist empfindlich gegenüber Frösten. In Mitteleuropa gedeiht sie auf nährstoffreichen Böden.


Geschichte

Die Zimt- oder Moschuserdbeere ist in Deutschland relativ selten zu finden. Der Kulturaufwand der Moschus-Erdbeere ist im Vergleich zur Gartenerdbeere  relativ hoch. Zudem sind die Früchte deutlich kleiner als bei der Gartenerdbeere. Darum wurde sie von ihr fast vollständig verdrängt.

Eine Abbildung im Hortus Eystettensis (ein botanisches Werkes von 1613) unter der Bezeichnung fraga fructu magno belegt den Anbau der Moschus-Erdbeere seit dem frühen 17. Jahrhundert. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war die Zimt-Erdbeere in Deutschland die häufigste im Garten vertretene Erdbeere. Wobei ihr Anbauschwerpunkt bis zum Ersten Weltkrieg in den Vierlanden bei Hamburg lag. Darum wurde sie früher auch Vierländer Erdbeere genannt.
Das heutige europäische Hauptanbaugebiet liegt in Italien, in der Umgebung von Mailand, wo sie unter der Bezeichnung Profumata di Tortona bekannt ist.


Verwendung

Moschuserdbeeren zeichnen sich durch einen charakteristischen süßen und aromatischen Geschmack aus, der häufig mit dem Muskat-Geschmack von bestimmten Tafeltrauben (Muskattrauben) verglichen wird.


Ähnliche Früchte

Die Scheinerdbeere (bot.: Potentilla indica) ist ein Fingerkraut und stammt ursprünglich aus Asien. Sie sieht der Moshus-Erdbeere sehr ähnlich und kann darum leicht mit ihr verwechselt werden. Die Früchte der Scheinerdbeere sind nicht giftig, besitzen jedoch nur wenige Aroma.

Die Moschus-Erdbeere sieht zudem der Walderdbeere  (bot.: Fragaria vesca) sehr ähnlich. Die Wald-Erdbeere gehört wie die Moschuserdbeere zu den Rosengewächsen und bildet ebenso aromatische Früchte aus. Die Walderdbeere wird insbesondere in Frankreich und Spanien in größerem Umfang angebaut.

Unterscheidung

Die Moschuserdbeere zeigt im Unterschied zur Walderdbeere eine deutlich abstehende Behaarung auf der Blattunterseite. Zudem ist die Behaarung der Blüten-, Blütenstand- und Blattstiele der Moschuserdbeere dichter als bei der Walderdbeere und steht waagrecht ab. Die Blüten von Fragaria moschata sind auf das obere Viertel bis Fünftel des Stängels beschränkt und daher trugdoldig genähert. Darüber hinaus sind die Kronblätter deutlich breiter und größer als bei Fragaria vesca, also der Walderdbeere. Die Fragaria moschata entwickelt sich im Vergleich mit der Walderdbeere in allen Teilen meist deutlich größer und höher.


Gesundheitliche Aspekte

Die Moschus-Erdbeere wird in der Volksheilkunde als Heilpflanze eingesetzt. Aufgrund des Gerbstoffgehaltes ihrer Laubblätter schreibt man der Moschuserdbeere eine diuretische, also eine harntreibende Wirkung zu. Darüber hinaus besitzen die Gerbstoffe eine adstringierende Wirkung. Aufgrund dieser Eigenschaft werden die Moschus-Erdbeerblätter als Heilmittel bei Durchfall und zum Gurgeln bei Entzündungen des Halses, der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches verabreicht.
Die in den Blättern enthaltenen Flavonoiden sollen die Permeabilität, also die Durchlässigkeit der Blut-Kapillare normalisieren.



Zusammenfassung und Kurzinfos



Quellen








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