lebensmittellexikon.de - Wissen, wass man isst!



Du bist hier: LebensmittelzusatzstoffeStabilisatoren

4-Hexylresorcin, E 586, 4-Hexyl-1,3-benzenediol


Englisch: 4-Hexylresorcinol
Französisch: 4-Hexylrésorcinol
Spanisch: 4-Hexilresorcinol
Italienisch: 4-Esilresorcinolo



4-Hexylresorcin gehört zu den Lebensmittelzusatzstoffen und trägt die europäische Zulassungsnummer E 586. Von der Lebensmittelindustrie wird 4-Hexylresorcin in der Funktionsklasse der Stabilisatoren, genauer der Farbstabilisatoren eingesetzt. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann der Farbstabilisator auch als 4-Hexylresorcin, 4-Hexyl-1,3-benzenediol oder mit seiner E-Nummer angegeben werden.

© Massimiliano Gallo / fotolia.com



Verwendung von 4-Hexylresorcin bei Krebstieren

Der Lebensmittelzusatzstoff ist nicht für Lebensmittel allgemein zugelassen, sondern darf nur sehr eingeschränkt verwendet werden. Zugelassen ist dieser Zusatzstoff nur für Krebstiere, zum Erhalt der Optik. Kurz nach dem Fang der Krebstiere können sich schwarze Flecken (Melanose) bilden. Diese schwarzen Flecken kommen sowohl bei frischen als auch bei gekühlten und tiefgekühlten Krebstieren vor. Verantwortlich für die schwarzen Flecken ist ein Enzym, welches die eigentlich farblosen Phenole polymerisiert. Die Verfärbungen sind grundsätzlich weder gesundheitsschädlich noch haben sie einen Einfluss auf den Geschmack. Allerdings können die Verfärbungen den Handelswert mindern, da viele Verbraucher die Verfärbungen negativ beurteilen. Zwar kann die Kühlung die Polymerisation etwas verlangsamen, aber sie kann den Prozess nicht aufhalten. Aus diesem Grund kommt 4-Hexylresorcin zum Einsatz. E 586 hemmt die Enzyme und wirkt dadurch Verfärbungen bei Krebstieren entgegen. E 586 soll als Ersatz für Sulfite dienen, welche jedoch weiterhin zugelassen sind.



Herstellung von 4-Hexylresorcin

Formal leitet sich die chemische Substanz 4-Hexylresorcin vom Resorcin ab. An der vierten Position befindet sich ein Hexylrest. Dieser Lebensmittelzusatzstoff liegt in der Regel als weißer bis rötlicher Feststoff vor und zeichnet sich durch einen stechenden Geruch aus. In organischen Lösungsmitteln wie Chloroform, Benzol, Ethanol und Ether ist dieser Zusatzstoff gut löslich. In Wasser löst sich E 586 dagegen kaum. 4-Hexylresorcin wird grundsätzlich künstlich aus Resorcin hergestellt. Resorcin kann zum einen durch das Destillieren von Naturharzen gewonnen werden. Zum anderen kann dieser Stoff durch das Schmelzen von Natriumhydroxid und m-Benzoldisulfonsäure hergestellt werden. Der letztere Weg ist der übliche, wenn es um die industrielle Verwendung dieser chemischen Substanz geht.



Gesundheitliche Risiken von 4-Hexylresorcin

Aufgrund der seltenen Verwendung und der Höchstmengenbeschränkung gilt E 586 als annehmbar. Ein ADI-Wert wurde für diesen Zusatzstoff nicht bestimmt. Die Rückstände dieses Zusatzstoffes sollten einen Wert von 2 mg/kg nicht überschreiten. In purer Form reizt diese chemische Substanz Schleimhäute und Haut. Unter anderem hat 4-Hexylresorcin auch eine betäubende Wirkung und kann aufgrund seiner antiseptischen Wirkung als Desinfektionsmittel genutzt werden. Ein häufiger Verzehr wird nicht empfohlen.



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »








Bücher zum Nachlesen, Nachkochen und Stöbern

   



Author @ google+

follow me






Lexikon @ google+

follow me