Wilder Reis, Wildreis, Tuscarora Reis, Wasser Reis, Indianer Reis


Wissenschaftliche Bezeichnung: Zizzania aquatica
Englisch: Wild rice


Inhaltsverzeichnis
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Wilder Reis ist aus botanischer Sicht kein Reis, sondern eine Wasserpflanze. Wilder Reis gehört zwar wie Reis zu der Familie der Gräser aber nicht zur selben Gattung. Der aus Nordamerika stammende Wildreis wächst an Seeufern in Kanada und in den amerikanischen Bundesstaaten Michigan, Minnesota und Wisconsin sowie im Mississippi-Delta. Das Rispengras, ehemals Hauptnahrungsmittel der indianischen Ureinwohner, wird von Kanus aus geerntet. Mit langen Stangen werden die bis zu 1,80 m hohen Halme in das Kanu gezogen und die Körner aus den Ähren geschlagen. Die Indianer ernten den Reis (zumindest in Nordwisconsin) im August und haben danach ein Reisfest oder PowWow, um die Ernte zu feiern. Wegen dieser aufwendigen Erntemethode gehört Wildreis zu den teuren Lebensmitteln. Der Anteil an Eiweiß, Eisen, Magnesium und Zink ist wesentlich höher als bei Reis der Gattung Oryza.


Glutenfreie Ernährung mit Wildreis

Bisher galt Wildreis, aufgrund seiner botanischen Verwandtschaft zum Hafer, als ungeeignet für eine glutenfreie Ernährung. Neueste Untersuchungen der DGZ (Dt. Zöliakie-Gesellschaft, Stuttgart) ergaben, dass Wildreis doch für die glutenfreie Ernährung geeignet ist.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 » Lebensmittelchemie
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 » Der große Larousse Gastronomique
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 » Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 » Lebensmittel-Lexikon