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Teebeutel, Doppelkammerteebeutel, Ein-Kammer-Teebeutel, Teebombe






Ein Teebeutel ist ein kleines, aus Filterpapier bestehendes Säckchen, in denen sich Tee befindet.


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Teebeutel: Geschichte

Die Idee des Teebeutels wurde, je nach Quelle von unterschiedlichen Personen entwickelt. Angeblich stammt sie von dem englischen Teehändler John Horniman entwickelt. Er soll im Jahre 1826 Teeproben in Beuteln, statt wie üblich in Dosen versendet haben. Die Beutel tauschte er wenige Jahre darauf gegen versiegelte Papiertüten aus und kennzeichnete Sie mit seinem Namen als Qualitätsgarant.

Anderen Quellen zufolge könnten die ersten Vorläufer des Teebeutels aber auch von dem amerikanischen Teehändler Thomas Sullivan, stammen, der 1908 ebenfalls für seine Kunden seine Produkte in kleine Mullsäckchen verpackte und als Teeproben zusandte.

Als man in Deutschland auf den Teebeutel aufmerksam wurde, entwickelte man die so genannte, aus Mullsäcken bestehende Teebombe mit der die Soldaten im 1. Weltkrieg versorgt werden sollten. Erst gegen Ende 1929 entwickelte Adolf Rambold den Ein-Kammer-Teebeutel der aus zusammengeklebten Pergamenten bestand. Sie hatten den Vorteil dass sie nicht so wie ihre Vorgänger den Geschmack des Produktes beeinflussten. Leider wurden sie aber mit einem speziellen Klebstoff fixiert, der dem Tee einen unerwünschten Beigeschmack verlieh und die Teetrinker störte, somit waren auch seine Zeiten gezählt.

Erst 1949 kommt der Doppelkammerbeutel auf den Markt. Er wird aus einem feinen Filterpapier in einem speziellen Verfahren gefaltet und nicht wie sein Vorläufer geklebt. Der Tee wird darin in zwei Kammern gelagert werden. So kann das Wasser von 4 Seiten gleichzeitig in den Teebeutel eindringen und das volle Aroma des Tees entfalten.


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Teebeutel: Arten

In Europa ist vor allem der tütenförmige Teebeutel mit Schnur beliebt, während in den USA oder Großbritannien, flache, runde Teebeutel, die man auf den Tassenboden legt beliebt sind.


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Teebeutel: Kritikpunkte

Bei vielen Teekennern ist der Teebeutel unbeliebt, da sie davon ausgehen, dass der Tee nur dann sein Aroma entfalten kann, wenn die Blätter fei im Wasser schwimmen, wofür es aber keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt.

Da der Inhalt der Teebeutel kleiner ist als der lose Tee greift man bei der Herstellung oft zu so genannten, qualitativ minderwertigen Fannings.








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