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Carbamid, Diamid der Kohlensäure, Urea, Harnstoff, E 927 b, Carbonyldiamid, Kohlensäurediamid, Diaminomethanal


Englisch: Urea, Carbamide
Französisch: Carbonyl diamide, Isourée, Carbamide, Urée
Spanisch: Urea
Italienisch: Urea, Carbonildiammide, Carbammide



Carbamid ist eine auf Kohlenstoff basieren organische Verbindung [1]. Von der Lebensmittelindustrie wird Carbamid als Lebensmittelzusatzstoff, in der Funktionsklasse der Stabilisatoren eingesetzt. Carbamid trägt die europäische Zulassungsnummer E 927b für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln wird Carbamid auch als Kohlensäurediamid oder seiner E-Nummer deklariert. Carbamid ist zudem unter den Bezeichnungen Harnstoff, Urea, Carbonyldiamid, Diamid der Kohlensäure und Diaminomethanal bekannt. In reiner Form ist Harnstoff ungiftig und hygienisch unbedenklich. Sein Geschmack wird als leicht salzig beschrieben.

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Verwendung von Carbamid

Mit diesem Lebensmittelzusatzstoff kann ein "kühlender" Effekt erzeugen werden. In der Lebensmittelindustrie darf E 927 b ausschließlich verwendet werden, um den Geschmack und die Kaueigenschaften von zuckerfreiem Kaugummi zu verbessern.

In Kosmetika wird Carbamid beispielsweise als Feuchthaltemittel eingesetzt. In der Pharmaindustrie wird Carbamid ebenfalls sehr häufig verwendet. Auch als Düngemittel in der Landwirtschaft findet Harnstoff Verwendung.



Vorkommen

Carbamid kommt auch im menschlichen Organismus vor und ist Teil des menschlichen Eiweißstoffwechsels. Die Eiweiße, die der Mensch über die Nahrung aufnimmt, werden verstoffwechselt und Harnstoff ist das Endprodukt, das über den Urin ausgeschieden wird. Je nachdem wie hoch die Eiweißaufnahme ist, werden pro Tag zwischen 10 und 30 g dieser organischen Verbindung ausgeschieden. In Reinform ist Harnstoff ein kristalliner, weißer Feststoff.



Herstellung von Carbamid

Der Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E 927 b kommt zwar auch in der Natur vor, allerdings wird er für die industrielle Verwendung in der Regel künstlich hergestellt. Da Harnstoff in vielen Bereichen Verwendung findet, wird dieser in großen Mengen produziert. Für die Herstellung dieses Stoffes ist ein mehrstufiger chemischer Prozess notwendig. Dabei wird eine Reaktion zwischen Kohlendioxid und Ammoniak herbeigeführt.



Gesundheitliche Risiken von Carbamid

Der Lebensmittelzusatzstoff Carbamid wurde als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Aus diesem Grund wurde für diesen Zusatzstoff auch kein ADI-Wert festgelegt. Grundsätzlich geht man davon aus, dass dieser Zusatzstoff uneingeschränkt verzehrt werden kann. Von einem Verzehr in hohen Dosen jedoch wird abgeraten.

[1] Die organische Chemie ist ein Teilgebiet der Chemie, in dem die chemischen Verbindungen [1a] behandelt werden, die auf Kohlenstoff basieren.
[1a] Als chemische Verbindung bezeichnet man einen Reinstoff, der aus zwei oder mehr verschiedenen chemischen Elementen besteht









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