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Biphenyl, Phenylbenzol, Diphenyl, E 230


Englisch: Diphenyl, Biphenyl, Phenylbenzene
Französisch: Phenyl benzène, Diphényle, Biphényle
Spanisch: Bifenilo, Fenilben ceno, Difenilo
Italienisch: Fenilbenzene, Difenile, Bifenile



Biphenyl ist ein Konservierungsstoff, der ursprünglich unter der europäischen Zulassungsnummer E 202 für Lebensmittelzusatzstoffe geführt wurde. Mittlerweile ist dieser Konservierungsstoff in Europa jedoch nicht mehr zugelassen. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln konnte dieser Konservierungsstoff als Biphenyl, Diphenyl, Phenylbenzol oder Dibenzol angegeben werden. In der Lebensmittelindustrie wurde Biphenyl als Konservierungsstoff eingesetzt.

Bei Biphenyl handelt es sich um einen aromatischen Kohlenwasserstoff. Der kristalline, farblose Feststoff wirkt Schimmelpilzen entgegen und wurde daher von der Lebensmittelindustrie als Konservierungsmittel beziehungsweise Fungizid eingesetzt. Verwendung fand der Konservierungsstoff Biphenyl vor allem in der Konservierung von Zitrusfrüchten. Die Schalen der Zitrusfrüchte wurden mit diesem Zusatzstoff behandelt, um die Bildung von Blau- und Grünschimmel zu verhindern. Da diese Schimmelpilze hauptsächlich für den Verderb von Zitrusfrüchten verantwortlich sind, konnte die Haltbarkeit durch den Einsatz von Biphenyl deutlich verlängert werden. Allerdings wurde in Tierversuchen festgestellt, dass dieser Konservierungsstoff die Gesundheit stark gefährden kann.

Wenn Zitrusfrüchte mit diesem Konservierungsstoff behandelt werden, sind die Schalen grundsätzlich nicht zum Verzehr geeignet. Allerdings ist bislang ungeklärt, ob Verbraucher die Aufnahme des Konservierungsstoffs durch gründliches Schälen und Händewaschen vermeiden können. Bislang konnte noch nicht eindeutig geklärt werden, ob Biphenyl durch die Schale in das Innere der Zitrusfrüchte gelangen kann. Hinzukommt, dass Schimmelpilze eine Resistenz gegen diesen Zusatzstoff entwickeln können. Biphenyl wirkt reizend auf Augen, Atemwege und die Haut. Dieser Lebensmittelzusatzstoff ist von der Liste der in Europa zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe gestrichen worden.



Herstellung von Biphenyl

Biphenyl wird künstlich hergestellt. Als Grundlage für die Herstellung dienen die Öle des Steinkohleteers.



Verwendung von Biphenyl

Biphenyl wurde grundsätzlich zur Konservierung von Zitrusfrüchten wie Zitronen und Orangen eingesetzt. Dieser Konservierungsstoff war allein für die äußerliche Behandlung von Zitrusfrüchten zugelassen. Für andere Lebensmittel durfte Biphenyl nicht verwendet werden. Mit Biphenyl konservierte Zitrusfrüchte mussten entsprechend gekennzeichnet werden.

© unverdorben / fotolia.com



Gesundheitliche Risiken von Biphenyl

Für den Konservierungsstoff Biphenyl wurde ein ADI-Wert von 0,0 bis 0,05 mg pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. In Versuchen an Tieren wurde beobachtet, dass Biphenyl Nierenschäden, Unfruchtbarkeit und Wachstumsstörungen verursachen kann. Wer über einen längeren Zeitraum hinweg mit diesem Konservierungsstoff in Berührung kommt, berichtet oftmals über gesundheitliche Beschwerden wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen. Biphenyl kann zudem Allergien auslösen.



Zusammenfassung und Kurzinfos









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