Wildgurke, Australische Wildgurke


Wissenschaftliche Bezeichnung: Cucumis melo ssp. agrestis
Englisch: Smooth cucumber, Native gooseberry, Ilkurta, Wild cucumber, Ulcardo melon


Inhaltsverzeichnis

Australische Wildgurken (bot.: Cucumis melo ssp. agrestis) sind eine wilde Urform der Zuckermelone, die in Asien und Australien vorkommt. Sie wächst in allen australischen Staaten außer Victoria und Tasmanien und ist bei im Outback lebenden Aborigine schon lange als Bushfood beliebt. Australische Wildgurken wachsen als kriechender Bodendecker nach stärkeren Regenfällen. Die Pflanzen sind frostempfindlich und brauchen viel Sonne und Wasser. Die Früchte sind etwa 4 bis 5 cm lang und dick, oft sogar fast rund. Ihre Haut ist etwas heller als die der zum Verkauf gezüchteten Gurken und schmeckt ziemlich bitter. Das Fruchtfleisch jedoch ist erfrischend und süßlich und schmeckt nach Gurken und Minze. Kommerziell werden Australische Wildgurken bisher kaum angebaut und vermarktet, es ist jedoch in geeigneten Klimazonen relativ einfach, sie selbst im Garten anzubauen.


Zubereitung von Australischen Wildgurken

Die traditionelle Verwendung australischer Aborigine bestand darin, die Wildgurken in Baumrinde gewickelt zu dämpfen und heiß zu essen. Heute werden sie meist eher gekocht oder roh verzehrt. Da die Schale Australischer Wildgurken sehr bitter schmeckt, ist es für den Rohverzehr günstiger sie zu schälen. Wenn die Schale mit verwendet wird, benötigt man Zucker, um den Geschmack zu mildern. Ganze Früchte mit Schale können zum Beispiel in Relish und Salsas oder anderen Saucen mit Essig und Zucker verwendet werden.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 » Lebensmittelchemie
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 » Der große Larousse Gastronomique
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 » Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 » Lebensmittel-Lexikon