lebensmittellexikon.de - Wissen, wass man isst!



Du bist hier: LebensmittelzusatzstoffeKonservierungsstoffe

Hexamethylentetramin, Urotropin, Hexamin, Methenamin, E 239


Englisch: Hexamethylenetetramine
Französisch: Méthénamine, Hexaméthylène tétramine
Spanisch: Hexametilentetramina, Hexamina, Urotropina, Formamina, HMTA, Hexaformo, Metenamina
Italienisch: Esametilentetrammina, Esammina, Urotropina



Hexamethylentetramin ist ein Konservierungsstoff und trägt die europäische Zulassungsnummer E 239 für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann dieser Lebensmittelzusatzstoff auch als Methenamin oder Urotropin angegeben werden.

Hexamethylentetramin ist ein kristallines, farbloses Pulver, das Bakterien entgegenwirken kann aber kaum eine Wirkung gegen Pilze und Hefen hat. Allerdings hat Hexamethylentetramin nicht selbst diese konservierende Wirkung. Die konservierende Wirkung dieses Stoffs ist darauf zurückzuführen, dass Hexamethylentetramin in der Lage ist, Formaldehyd abzuspalten. Das Abspalten von Formaldehyd mithilfe von Hexamethylentetramin gelingt besonders gut in der Nähe von Eiweißen und in saurer Umgebung. Nicht das Hexamethylentetramin wirkt also konservierend, sondern das durch diesen Stoff abgespaltene Formaldehyd. Der Konservierungsstoff Hexamethylentetramin ist nur sehr begrenzt zugelassen und darf nur für eine ganz bestimmte Käsesorte verwendet werden. Formaldehyd gilt grundsätzlich als krebserregend. Aufgrund der geringen Menge, die von diesem Konservierungsstoff eingesetzt werden darf, gilt Hexamethylentetramin jedoch nicht als bedenklich.



Herstellung von Hexamethylentetramin

Der Konservierungsstoff Hexamethylentetramin muss grundsätzlich künstlich hergestellt werden. Für die chemische Synthese von Hexamethylentetramin werden Ammoniak und Formaldehyd benötigt. Für die Gewinnung dieses Lebensmittelzusatzstoffs werden keine Organismen, die gentechnisch verändert wurden, genutzt.



Verwendung von Hexamethylentetramin

© Rick Henzel / fotolia.com

Der Lebensmittelzusatzstoff Hexamethylentetramin ist nur sehr begrenzt zugelassen und darf auch nur bis zu einer genau definierten Höchstmenge von 25 mg/kg. Dieser Höchstwert bezieht sich auf Formaldehyd, das in freier Form vorliegt. Verwendet werden darf Hexamethylentetramin ausschließlich die Käsesorte Provolone. Für Biolebensmittel ist Hexamethylentetramin nicht zugelassen.

Hexamethylentetramin wird jedoch nicht nur in der Lebensmittelindustrie genutzt, auch in der Medizin kommt dieser Stoff zum Einsatz. Häufig findet Hexamethylentetramin Verwendung in Medikamenten gegen Harnwegsinfektionen.



Gesundheitliche Risiken von Hexamethylentetramin

Der ADI-Wert für Hexamethylentetramin liegt bei 0,15 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Hexamethylentetramin wird als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Diese Einstufung erhält Hexamethylentetramin, weil dieser Konservierungsstoff nur in sehr geringen Mengen eingesetzt werden darf und zudem nur für die Konservierung eines bestimmten Lebensmittels eingesetzt wird. Das Formaldehyd, das durch Hexamethylentetramin abgespalten wird, gilt allerdings als krebserregend. E 239 wird vom Körper sehr langsam aufgenommen. Zudem wird ein Großteil dieses Konservierungsstoffs unverdaut ausgeschieden. Beim Verzehr von Lebensmitteln, die Hexamethylentetramin enthalten, kann es zu allergieähnlichen Symptomen kommen. Experten raten davon ab, diesen Konservierungsstoff häufig zu verzehren.



Zusammenfassung und Kurzinfos









Bücher zum Nachlesen, Nachkochen und Stöbern

   



Author @ google+

follow me






Lexikon @ google+

follow me