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Mere Exposure Effect





Der Mere Exposure Effect entsteht bei der hedonischen lebensmittelsensorischen Prüfung, wenn ein zuvor probiertes Lebensmittel bzw. Produkt bei zusätzlichen darauffolgenden Tests besser akzeptiert wird. Das wird insbesondere bei wiederholten sensorischen Tests berücksichtigt.

Der Mere Exposure Effect wurde erst 1968 entdeckt, obwohl er entwicklungsgeschichtlich sehr plausibel ist: Wurde eine Speise einmal verzehrt und ist gut vertragen worden, so kann sie beim nächsten Kontakt positiv betrachtet werden. Spricht man beispielsweise davon, dass Kindern werde ein Geschmack antrainiert wurde, dann ist dieser Effekt ebenfalls beteiligt. Hersteller von Süßwaren oder von Fast Food nutzen den Effekt aus, um für ihre Produkte eine hohe Akzeptanz zu erzielen. Durch Training einen Geschmack besser zu akzeptieren funktioniert auch bei Erwachsenen, wie Untersuchungen der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2007 ergaben. Auch für andere Sinne ist ein entsprechender Effekt nachgewiesen. Kurzfristig kann die Wirkung des mere exposure effects durch den Effekt der spezifischen sensorischen Sättigung abgeschwächt oder aufgehoben werden.



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 »
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 »
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 »
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 »








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