Montasio, Montasio stravecchio, Montasio mezzano


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Montasio ist ein Hartkäse, der aus den italienischen Regionen Friaul, Julisch Venetien und den Veneto-Provinzen Belluno, Treviso, sowie aus Teilen von Padua und Venedig stammt. Seit 1984 wird die Einhaltung der Herstellungsmethoden durch ein Konsortium überwacht. Seit 1986 trägt der Montasio das Gütesiegel der D.O.C. Die Geschichte des Montasios reicht bis in die Zeit um 1200 zurück. Damals begannen Mönche des Benediktinerordens, in der Giulia und in den Alpentälern Karniens den Käse herzustellen. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Käse, alten Handelsakten zufolge erstmals ein Exportprodukt dieser Region.

Montasio wird aus Rohmilch hergestellt. Er zählt zu den Hartkäsesorten und hat eine leicht orangegelbe, glatte und elastische Rinde. Montasio gibt es in drei Reifevarianten. Als junger Montasio mit mindestens zwei bis fünf Monaten Reifezeit schmeckt er entsprechend mild. Als Montasio mezzano hat er eine mittlere Reifezeit von fünf bis zehn Monaten hinter sich. Dabei entfaltet er ein kräftiges Aroma. Der Montasio stravecchio lagert mehr als zehn Monate, bis er seinen vollen kräftig würzigen aber nicht strengen Geschmack entfaltet hat.

Der Teig des Montasio ist je nach Reifegrad hellgelb bis intensiv gelb gefärbt. Dabei weist er leichte, kleine Gärlöcher auf. Die Konsistenz des Käseteigs ist kompakt bis körnig und dementsprechend bröckelig.

Der Montasio ist ein zylinderförmiger Käse mit 30 bis 40 cm Durchmessern und 6 bis 10 cm Höhe. Er wiegt, je nach Ausmaßen, etwa fünf bis sechs Kilogramm.

Junger Montasio eignet sich als Vorspeise und als Zutat für Hauptgerichte. Alter Montasio ist ein ausgezeichneter Reibkäse, der durchaus anstelle von Parmigiano-Reggiano verwendet werden kann.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 » Lebensmittelchemie
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 » Der große Larousse Gastronomique
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 » Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 » Lebensmittel-Lexikon