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Himbeerrutenkrankheit



Englisch: raspberry rods disease
Französisch: flétrissure des tiges
Spanisch: tizón de la yema, tizón de la cañas
Italienisch: didymella applanata


Inhaltsverzeichnis



Die Himbeerrutenkrankheit ist ein Sammelbegriff für verschiedene Pilzkrankheiten, die die Himbeerpflanze befallen können und ähnliche Symptomen aufweisen. Die Himbeerrutenkrankheit kann von verschiedenen Pilzen Didymella applanata, Botrytis cinerea, Elsinöe veneta und/oder Leptosphaeria coniothyrium verursacht werden. Die Pilze können die Himbeerpflanze einzeln oder in verschiedenen Kombinationen befallen. Darum ist das Krankheitsbild nicht immer eindeutig; die typischen Symptome der verschiedenen Pilze können sich miteinander vermischen.
Die Himbeerrutenkrankheit führt zum verfrühten Vertrocknen der Altruten und zu hohen Ertragsverlusten.


Symptome

Bei Himbeeren  zeigen sich die ersten Symptome bereits im Frühjahr; Einzelne Ruten treiben nicht richtig aus und es bilden sich vor allem im Bereich der Knospen rotbraune, blauviolette oder schwarze Flecken. Die Flecken können sich manchmal auch zuerst am Fuß der Pflanze bilden. Die Flecken vergrößern sich im weiteren Verlauf der Krankheit ummanteln schließlich die ganze Rute. An diesen Stellen lösen sich Teile der Rinden ab. Dabei werden die befallenen Ruten brüchig und sterben schließlich ab.

Die Pilze dringen meist schon im Herbst über Wundstellen oder durch Verletzungen in die Pflanze ein. Die Wund- und Verletzungstellen entstehen beispielsweise durch Frostschäden oder werden von Larven der Himbeerrutengallmücke verursacht, die sich in die Ruten bohren und so Eintrittspunkte für die Pilze schaffen.

Beim Befall von Didymella applanata (es.: tizón de la yema) zeigen sich im Frühjahr an jungen Trieben im Bereich der Blattansatzstellen und Knospen violett bis bräunliche Flecke. Die Flecken dehnen sich im Verlauf der Himbeerrutenkrankheit aus und die befallenen Rindenpartien sterben mit der Zeit ab. Im Herbst verfärbt sich Rinde an den befallenen stellen silbrig-grau und reißt oft auf. Dort sind dann schwarze, kugelige Fruchtkörper des Pilzes sichtbar. Bei einer Infektion entwickeln sich die Knospen langsam. Die befallenen Ruten trocknen schließlich aus und sterben im Herbst ab.

Botrytis cinerea (fr.: flétrissure des tiges, es: tizón de cañas por Botrytis) tritt im späten Frühjahr bis zum Sommer an jungen Ruten auf und zeigt sich durch hellbraune Flecke, die um die Blattachseln herum auftreten. An diesen Stellen treiben die Knospen nicht mehr aus. Schließlich breiten sich weiteren Verlauf der Krankheit die Flecken weiter aus und die Ruten sterben ab. Im Winter sind die befallenen Stellen grau mit schwarzen, oft oval geformten Flecken.

Ein Befall mit Elsinöe veneta (es.: Antracnosis) zeigt sich im späten Frühjahr auf den Ruten durch purpur-rote, leicht hervorstehende Flecken, die sich im weiteren Krankheitsverlauf ausdehnen. Das Zentrum der Flecken verfärbt sich dabei hellgrau und sinkt ein. Häufig erstrecken sich über die Flecken hinweg kleine Risse. Bei starkem Befall bilden die Flecken um die Rute herum einen Gürtel. Befallene Ruten sterben entweder im Winter ab oder tragen im nächsten Jahr sehr wenige Himbeeren. Elsinöe veneta wirkt sich auch auf die Entwicklung der Leitgefäße der Pflanze aus, was bei starkem Befall zum Absterben der Triebspitzen führt. Kräftigere Ruten zeigen sie Symptome in abgeschwächter Form.

Der Pilz Leptosphaeria coniothyrium (es.: tizón de cañas) zeigt sich überwiegend in Bodennähe durch bräunliche bis violette Stellen, die sich später dunkel verfärben. Im Verlauf der Krankheit dehnen sich die Flecken stark aus; junge Ruten werden brüchig. Mitunter treiben befallene Ruten zwar im Frühjahr nach dem Befall aus. Sobald die Temperaturen im Sommer jedoch ansteigen sterben die Ruten jedoch ab.



Zusammenfassung und Kurzinfos



Quellen








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