Bonamico

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Bonamico ist eine in Italien und Argentinien bekannte, rote Rebsorte. Ihr Name bedeutet zu Deutsch so viel wie "guter Freund" und bezieht sich auf die stets stabilen und hohen Erträge der Rebsorte.


Ampelographische Sortenmerkmale

Bonamico zählt zu den spätreifenden Rebsorten und reift ca. 30 Tage nach der Rebsorte Gutedel. Die Rebe trägt längliche und dichtbeerige Trauben, deren rundliche Beeren sich durch ihre dicke Schale und ihre dunkelblaue bis schwarze Farbe kennzeichnen.
Aus der Rebe gekelterte Weine haben generell eine hellrote Farbe, einen geringen Alkoholgehalt, eine markante Säure und einen blumigen Geschmack. Aufgrund ihrer mittelmäßigen Güte wird die Sorte meist nur zum Verschnitt für einfache Tisch- oder Tafelweine herangezogen.
Die Rebsorte wird in Italien nicht nur zur Weinherstellung sondern auch als Tafeltraube verwendet.


Anbau und Vorkommen

Der Anbau von Bonamico war in der Toskana in den 1960er Jahren vor allem in den Provinzen Lucca, Pisa und Pistoia weit verbreitet. Seit der Jahrtausendwende geriet die Rebsorte aber immer mehr in Vergessenheit. Aktuell sind daher nur mehr etwas weniger als 30 ha mit der seltenen Rebsorte bestockt. Außerhalb Italiens findet man auch in Argentinien vereinzelt kleinere Vorkommen der Bonamico-Traube. Aktuell sind in Argentinien um die 170 ha mit Bonamico bestockt.


Synonyme

Zu den bekanntesten Synonymen der Bonamico-Rebe zählen z.B.: Buenamico, Buon amico, Durace, Giacomino, Neyret, Tinto oder Uva Rosa.
Fälschlicher Weise ging man bis vor kurzer Zeit noch davon aus, dass die Synonyme Canaiolo Romano, Ceragia und Uva di Palaia auch in Verbindung zu Bonamico stehen. Diese Vermutung konnte aber bereits widerlegt werden.



Quellen