Knappe Gare, Richtige Gare, 3/4-Gare


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Die knappe Gare oder auch 3/4-Gare beschreibt einen bestimmten Zustand während des Gärprozesses eines Hefeteigs. Während der knappen Gare hat ein Teigling die richtige Gärreife erreicht, um in den Ofen eingeschoben werden zu können. Darum spricht man gelegentlich auch von der richtigen Gare.

Während der knappen Gare ist die Gasbildung im Hefeteig noch verhältnismäßig gering. Das bewirkt, dass fertig gebackene Backwaren eine feine Porung mit einer elastischen, saftigen und aromatischen Krume bilden.

Der Hefeteigling besitzt in der knappen Gare eine schöne Form und ein ausreichend großes Volumen. Er ist locker und elastisch und zeigt bei leichten Abtasten etwas Widerstand. Die Teiglinge befinden sich in der 3/4-Gare am Anfang der so genannten Gärtoleranz.

Der Begriff 3/4-Gare deutet darauf hin, dass der Teig noch nicht seine volle Gare erreicht hat. Die restliche Gare erreicht er während dem so genannten Ofentrieb. Der Ofentrieb setzt direkt nach dem Einschub der Teiglinge in den Ofen ein.



Quellen


  • Josef Loderbauer: Das Konditorbuch in Lernfeldern. Verlag Handwerk und Technik, 2013 » Das Konditorbuch in Lernfeldern