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Kategorie: Lebensmittel: Obst und Früchte: Nüsse - NussfrüchteEsskastanien, Edelkastanien, Kastanien, Maronen, Marrone, Dauermaronen, Essbare Kastanie, Echte Kastanie, Zahme Kastanie, Cheste, Cheschtene, Keschte, Köschte, Keste, bot.: Castanea sativa Mill., en.: sweet chestnut, chestnut, fr.: châtaignier, marronnier, marron, it.: castanea, es.: castaña, regoldo![]() Esskastanien sind die Früchte, genauer die Nussfrüchte der Europäischen Kastanie (bot.: Castanea sativa). Die bis zu 30 Meter hoch wachsenden Esskastanienbäume tragen breit auslaufende Kronen. Ihre Früchte werden in der Regel Ende September Anfang Oktober reif. Sie wachsen anfangs in einer geschlossenen lederartigen Fruchthülle, die dicht mit langen, dünnen Stacheln besetzt ist. Sobald die Früchte reif sind springten die stachelige Hüllen unregelmäßig auf und fallen vom Baum. Jede Fruchthülle enthält eine rundliche und zwei, manchmal auch drei seitlich abgeflachte Nüsse. Die Nüsse besitzen am Griffelende eine kurze, pinselartig behaarte Spitze und am Boden eine so genannte Narbe. Die Schalen der Nüsse haben eine braune bis rotbraune Färbung und eine holzig-ledrige bis spröde Beschaffenheit. Beim Rösten platzt die Schale unregelmäßig auf. Unter der Schale befindet sich die Samenhaut, die den weiß bis gelbweiß gefärbten Keimling, das Fruchtfleisch umgibt. Die Esskastanie wird auch als Edelkastanie oder einfach nur als Kastanie bezeichnet. Darüber hinaus gibt es die in der Pfalz übliche, regionale Bezeichnung Keschte mit unterschiedlichen Schreibweisen. Esskastanien sind nicht mit der Rosskastanie (bot.: Aesculus hippocastanum) verwandt. Die Früchte der Rosskastanie sind ungenießbar. Obwohl Kastanien streng genommen zu den Früchten zählen, werden sie mitunter auch als Wildgemüse bezeichnet. KastanienartenEs gibt 13 Castanea-Arten von denen nur vier eine größere wirtschaftliche Bedeutung zukommen:
KastanientypenIn der Praxis werden Esskastanien in die Typen Kastanien, Maronen und Dauermaronen unterteilt. Kastanientyp: Kastanien, fr.: châtaignes
![]() Kastanientyp: Maronen, fr.: marronsDie Form von Maronen ist ei- bis herzförmig. Sie haben einen flachen Scheitel. Die Narbe ist kleiner als bei Kastanien und hat eine drei- bis rechteckige Form. Die rotbraune bis braune Schale ist heller und glänzender als die der Kastanien und ist von dunklen Streifen durchzogen. Die Haut die den Keimling umgibt löst sich verhältnismäßig leicht ab. Das Fleisch des Maronenkeimlings ist nicht so stark segmentiert wie das der Kastanien. Maronen haben eine, im Querschnitt unter 12 % starke Segmentierung, so jedenfalls wird die Einteilung in Frankreich bestimmt. Reife Maronen fallen ab Ende September bis Mitte Oktober von selbst vom Baum. Kastanientyp: DauermaronenDauermaronen gleichen den Maronen, sie bleiben lediglich länger am Baum hängen und müssen von Hand gepflückt werden. Die Erntezeit für Dauermaronen beginnt meist Ende November und geht bis in den Dezember hinein. Dauermaronen sind länger haltbar als Maronen. Esskastanien: InhaltsstoffeGeschälte Esskastanien, also der Keimling der Esskastanie besteht überwiegend aus Stärke, Zucker (Saccharose), Eiweiß, Öl, Mineralstoffen und Vitaminen der Gruppe B und Vitamin C. Kastanien enthalten keine Gluten. Darum eingen sie sich zum Verzehr für Menschen, die an Zöliakie leiden. Der Anteil an Öl (1,9 g Fett pro 100 g Kastanien) ist im Vergleich mit anderen Nussarten verheältnismäßig gering. Esskastanien: Verwendung
![]() ![]() Kastanien, das Brot vom BaumIn südlichen Ländern waren und sind Kastanien ein Hauptnahrungsmittel, insbesondere für die ärmere Bevölkerung. Hier wird Kastanienmehl hergestellt, die Grundlage für die Zubereitung von Kastanienbrot und Kastanienkuchen. Kastanienmehl und Kastanienflocken werden hauptsächlich in der Italienischen, Schweizer und Korsischen Küche verwendet. Süßspeisen aus KastanienIn Deutschland sind die Kastaniencreme und das Kastanieneis die bekanntesten Süßspeisen aus Maronen. Grundlage dafür ist das, ursprünglich aus Ungarn stammende Maronenpüree. In Österreich ist Kastanienpüree unter der Bezeichnung Kastanienreis bekannt. Im Italien, Piemont stellt man aus Maronen- und Kartoffelmehl Gnocchi her, die sehr nahrhaft und nachhaltig sättigend sind. Im Piemont ist auch eine Marmeladencreme aus Honig und gesüßter Maronipaste sehr beliebt. Darüber hianus wird in Korsika seit 1996 in Furiani Pietra, ein Bier aus grob gemahlenen Kastanien, Malz und dem Wasser der Acqua-Bianca-Quelle gebraut.
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