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Kategorie: Ernährungslehre: Nährstoffe

Vitamine, en.: vitamins, fr.: vitamines, it.: vitamine, es.: vitaminas



Vitamine sind aus wissenschaftlicher Sicht keine chemisch einheitliche Stoffgruppe. Sie sind organische Verbindungen, die biologische Vorgänge im menschlichen Organismus regulieren und i. d. R. über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Im Körper können einige Vitamine gespeichert werden, ander nicht. Demnach werden Vitamine in zwei Gruppen eingeteilt: in die Gruppe der speicherbaren (fettlöslichen) und die Gruppe der nicht speicherbaren (wasserlöslichen) Vitamine. Quelle: istockphoto.com, © Sven Hoppe

Der Mensch ist auf eine vitaminreiche Nahrung angewiesen, da er nur sehr wenige Vitamine in geringen Mengen selbst produzieren kann. Vitamine sind darum ein kostbares Gut in Gemüse, Obst und anderen Lebensmitteln, welches sehr empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen ist. Durch den Einfluss von Licht, Luft und Wärme werden Vitamine zerstört. Selbst bei längerer Lagerung gehen Vitamine verloren. Vitamin C ist bei der Ernte noch zu 100 % im Gemüse enthalten. Doch schon am vierten Tag sind, bei optimaler Lagerung, nur noch weniger als 50 % davon unzerstört. Bei falscher Lagerung z.B. bei Zimmertemperatur (20°C) sind nach zwei Tagen nur 30 % der ursprünglichen Vitaminkonzentration im Gemüse enthalten. Vitamin C ist sehr lichtempfindlich. Im Sonnenlicht sind nach drei Stunden nur noch ca. 35 % des Vitamins enthalten. Lagert man Gemüse in Wasser, so sind im unzerkleinerten Zustand, nach 12 Stunden 10 % Vitamin C ausgeschwemmt. Im zerkleinerten Zustand bereits über 50 %.

Früher benannte man die Vitamine nach der Reihenfolge ihrer Entdeckung. Zwischenzeitlich wurden sie nach ihrer Wirkung bezeichnet z.B. als antiskorbutisches Vitamin. Mittlerweile werden die Vitamine nach Funktion oder der chemischen Beschaffenheit benannt. Vitamine haben keine Bedeutung als Baumaterial oder Energielieferant für den Organismus, sie besitzen hauptsächlich steuernde und katalytische Eigenschaften im Stoffwechsel. Gerade deshalb sind sie so lebensnotwendig für uns Menschen.

Vitamine werden nach ihren Eigenschaften in fett- und wasserlöslich unterteilt. Aufgrund ihrer Löslichkeit lassen sich viele ihrer biologischen Eigenschaften erklären. Fettlösliche Vitamine werden teilweise in sehr großen Mengen in Leber und im Fettgewebe eingelagert. Aus diesen Vitaminspeichern kann der Organismus auch während längeren Phasen der Unterversorgung noch mit den entsprechenden Vitaminen versorgt werden. Die hohe Speicherkapazität bei diesen Vitaminen kann durch eine entsprechende Überversorgung auch zu Hypervitaminosen (Vergiftungserscheinungen) führen.

Bei wasserlöslichen Vitaminen gibt es diese Speicherfunktion nicht. Vitamin B12 bildet allerdings eine Ausnahme. Eine über den Bedarf hinausgehende Versorgung wird mit dem Urin wieder ausgeschieden.

Fettlösliche Vitamine sind:

Wasserlösliche Vitamine sind:

Vitamine: Nahrungsergänzung

Vitamine sind aus wissenschaftlicher Sicht keine chemisch einheitliche Stoffgruppe. Der Mensch ist - wie eingangs erwähnt - auf die Aufnahme von zahlreichen Vitaminen über die Nahrung angewiesen. Vitamine sind lebensnotwendige Wirkstoffe, die zur Aufrechterhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit zwingend notwendig sind. Einige Vitamine werden dem Körper als Vorstufe, so genannte Provitamine wie beispielsweise Provitamin A oder Provitamin D zugeführt, die erst im Körper in die entsprechende Wirkform umgewandelt werden. Die meisten werden aber in ihrer tatsächlichen Wirkform über die Nahrung aufgenommen. Gelegentlich kann es Sinnvoll sein den Vitaminhaushalt über Nahrungsergänzungsmittel mit zusätzlichen Vitaminen zu versorgen. Bei der Suche nach den richtigen Präparaten kann eine Versandapotheke mitunter hilfreich sein. Vitamine als Nahrungsergänzung sollten aber richtig dosiert sein. Insbesondere wenn die Aufnahme über einen längeren Zeitraum geht, ist es Sinnvoll die Dosierung mit einem Arzt abzustimmen. Zudem sollte man vor der Aufnahme von Vitaminpräparaten ausreichend informiert sein. Dazu können Verbraucherzentralen ein erster Anlaufpunkt sein.


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