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Kategorie: Lebensmittel: Gemüse: Wurzelgemüse

Taro, Wasserbrotwurzel, Kalo, Taioba, Eddo, Eddoe, Eddro, Dasheen, bot.: Colocasia esculenta, en.: taro, cocoyam, fr.: taro, chou de Chine



Taro, Wasserbrotwurzel, Kalo, Taioba, Eddo, Eddoe, Eddro oder Dasheen. Die Knollen werden nach dem Schälen in Salzwasser gewaschen und lassen sich etwa so wie Kartoffeln kochen. Das Kochwasser muss unbedingt einmal gewechselt weden. Der unerwünschte Inhaltsstoff Calciumoxalat wird durch das Kochen zerstört und geht in das Kochwasser über. Quelle: istockphoto.com, © zhang bo

Die Taropflanze gehört zu der botanischen Familie der Aronstabgewächse (bot.: Araceae). Die Aronstabgewächse gedeihen vorwiegend in den tropischen und subtropischen Gebieten der Erde. Die Taro oder auch Wasserwurzel ist also ein Knollengemüse. Sie wächst in Indien und Südostasien, in Burma, Assam und in den Regenwäldern des Sunda-Archipels als wilde Sumpfpflanze. Vor über 2000 Jahren wurden dort auch die ersten Pflanzen kultiviert. Danach verbreitete sie sich schnell nach Japan und China. Mit den ersten Handelskarawanen gelangte die Taropflanze schließlich auch in den Mittelmeerbereich, nach Marokko und Spanien. Die Spanier brachten die Sumpfpflanze dann in die Neue Welt nach Texas und Süd-Carolina. Heute wird die Taro hauptsächlich in Nigeria, Gahna, der Elfenbeinküste und Togo angebaut. Taro wird auch in Japan, Papua und Neu Guinea angebaut, aber nicht mit so wirtschaftlich großer Bedeutung, wie in den afrikanischen Staaten. Die Weltproduktion liegt etwa bei 4,5 Millionen Tonnen pro Jahr. Davon fällt allein auf Afrika 3,6 Millionen Tonnen und nur 0,6 Millionen Tonnen auf Asien. Bei uns in Europa spielt die Tarowurzel keine große wirtschaftliche Rolle, da sie nur an Standorten mit einer exponierten, warmen Lage angebaut werden kann. Im Gewächshaus kann man aber auch bei uns die Pflanze das ganze Jahr über anbauen.

Taro: Synonyme

Im deutschen Sprachgebrauch und auf Firschemärkten werden gelegentlich die Synonyme Kalo, Taioba, Eddo, Eddoe, Eddro oder Dasheen verwendet. Auch die englische Bezeichnung Cocoyam wird im Verkauf vereinzelt verwendet.

Taro: Pflanzenbeschreibung

Der Taro bildet ausdauernde, bis zu 2 Meter hohe krautige Büsche mit aufrechtem Wuchs. Seine herzförmigen, deutlich geäderten Blätter werden bis zu 60 cm im Durchmesser groß. Sie sind dunkelgrün oder purpur gefärbt und haben einen leichten, feinen, weißen Belag. Wichtigstes, weil genutztes Pflanzenteil, sind aber die unterirdisch, an den Wurzeln wachsenden Rhizome. Sie sind knollig- oder kugelig verdickt. Eine Knolle bildet eine handballgroße, bis zu 4 Kilogramm schwere Mutterknolle, an der mehrere kleinere Tochterknollen wachsen. Die Hauptknollen sind meist zylindrisch gewachsen. Sie werden etwa 8 bis 13 cm im Durchmesser und 13 bis 29 cm in der Länge groß. Aus den Hauptknollen wachen die Stiele 30 bis 90 cm heraus, an ihnen hängen die dekorativen, herzförmigen Blätter. Werden die Knollen zum Verkauf angeboten, sind sie von den Blättern befreit. An den Knollen erkennt man dann deutlich die ringförmig verlaufenden Blattnarben. Das Fruchtfleisch der Taro zeigt fast alle Schattierungen zwischen reinweiß bis schmutziggrau und von rötlich bis violettblau.

Die wichtigsten Varietäten der Taro

  • Die Eddoe, Eddo oder Eddro (Colocasia esculenta var. esculenta). Sie wird überwiegend in Afrika angebaut und bildet kleine Hauptknollen mit verhältnismäßig vielen kleinen ovalen Tochterknollen.
  • Die Dasheen (Colocasia esculenta var. antiquorum). Sie wird hauptsächlich in Japan angebaut. Die Dascheenpflanze bildet größere Hauptknollen als die Eddoe und gleichzeitig nur wenige Nebenknollen.

Taro: Inhaltsstoffe

Die Taroknollen enthalten zwischen 15 und 26 % Stärke und etwa 3 % Eiweiße. Zudem sind sie reich an Provitamin A und etwa 65 mg Vitamin C. Neben Spuren von Fett enthalten die Wurzeln noch schleimige Substanzen und, wie bei vielen Araceen, enthalten sie in den Zellen Raphide. Das sind nadelfeine Kristalle aus Calciumoxalat, die schleimhautreizend wirken. Sie können beim Verzehr für ein Kratzen im Mund und im Hals verursachen und in einigen Fällen sogar zu Verdauungsstörungen führen. Beim Kochen lösen sich die Stoffe aber und gehen in das Kochwasser über (Verwendung).

Von der Taropflanze gibt es etwa 1000 verschiedene Land- und Lokalsorten. Sie werden mit unterschiedlichen Reifezeiten gestaffelt angebaut, um eine ganzjährige Ernte und somit ein dauerhaftes Angebot auf den lokalen Märkten zu gewährleisten. Bei uns werden die Dashee ganzjährig aus Thailand importiert. Die kleineren Eddoeknollen werden hauptsächlich im Sommer importiert und stammen dagegen meist aus China oder aus der Karibik. Geerntet werden die Knollen je nach Sorte schon 7 bis 11 Monate nach dem Anbau. Die Ernte selbst geschieht noch in Handarbeit weil erst nur die Hauptknolle, geerntet wird, so haben die Nebebknollen noch etwas Zeit, um sich ebenfalls zu erntereifen Knollen zu entwickeln. Zu einem späteren Zeitpunkt werden dann auch die Tochterknollen geerntet. Die nach Größe sortierten und verpackten Knollen lassen sich bei relativer Luftfeuchtigkeit von 85 bis 90 Prozent und einer Temperatur zwischen 11 und 13 Grad Celsius ohne weiteres bis zu 5 Monaten lagern.

Taro: Verwendung

Die Knollen werden nach dem Schälen in Salzwasser gewaschen und lassen sich etwa so wie Kartoffeln kochen. Das Kochwasser muss unbedingt einmal gewechselt werden. Das bereits angesprochene unerwünschte Calciumoxalat wird durch das Kochen zerstört und geht in das Kochwasser über. Im gewechselten Wasser sind dann wesentlich weniger schleimhautreizende Rückstände der sogenannten Raphide. Taroknollen können aber auch gegrillt, gebacken oder frittiert werden. Manchmal werden die Knollen auch in Scheiben geschnitten und in der Sonne zum Trocknen ausgelegt. In den Anbauländern werden auch die jungen Blätter und Blattstiele (auch Karibenkohl genannt) als Gemüse verwendet und wie die Knollen zweimal gekocht, um die Reizstoffe auszuschwemmen. Sogar gebleichte Blätter werden auf den lokalen Märkte angeboten. Die Knollen dienen der Stärkegewinnung die zum Binden für Suppen und zum Backen von Brot oder Gebäck verwendet wird.

Der hohe Stärkeanteil macht die Taroknolle schließlich noch zu einem Gemüse, aus dem sich wunderbar Alkohol herstellen lässt. In Afrika wird daraus der fufu und auf Hawaii der poi hergestellt.


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