Stockfisch wird aus
dorschartigen Fischen
hergestellt. Meist sind das
Kabeljau,
Seelachs,
Schellfisch,
Leng
oder
Lumb.
Die Fische werden dazu ausgenommen und ohne Kopf an einem Stockgerüst im freien
zum Trocknen aufgehängt. Dazu werden die Schwanzenden zweier, aufeinander
liegender Fische aneinander gebunden und über einen horizontal liegenden Stock
an ein Gerüst gehängt. Größter Produzent von Stockfisch ist Norwegen.
Dort ist der
törrfisk oder stokkfisk eine nationale Delikatesse. Der
klippfisk
hingegen ist
gesalzen
und
getrocknet,
der
lutefisk wurde in einer Lauge aus Birkenasche gewässert.
Hergestellt wird getrockneter Fisch heute vor allem von Norwegen und den traditionellen
Erzeugerländern wie Portugal und Spanien. In den südlich gelegenen Ländern
wird der im Freien getrocknete Fang unter sonnendurchlässigen Überdachungen
vor all zu starker Hitze geschützt.
Stockfisch: Zubereitung, Verarbeitung
Durch das Trocknen verliert der Fisch erheblich an Gewicht und
leider auch an
Geschmack.
Das Fleisch wird herb und schwer verdaulich. Um es nach dieser
Behandlung verarbeitet zu können, muss es einige Tage in Wasser
eingeweicht werden. Es quellt dadurch fast wieder zu seiner
ursprünglichen Größe auf.
Vor allen bei den nordischen und romanischen Völkern war und ist der Stockfisch
beliebt. Eine Zubereitungsart beispielsweise ist es, gut gewässerte Stockfischstücke in
Butter
zu
dünsten,
ihn mit
geröstetem
Paniermehl
zu bestreuen und mit
Sauerkraut
und
Bratkartoffeln
zu servieren. Eine provenzalische Spezialität ist die
Brandade.