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Kategorie: Getränke: Alkoholhaltige Getränke: Wein: WeinbaugebieteSachsen WeinabaugebietSachsen ist mit lediglich 400 ha Rebfläche, das kleinste und gleichzeitig auch das östlichste Weinbaugebiet Deutschlands. Die sächsischen Weinberge liegen meist im Elbtal, zwischen den Städten Dresden und Meißen. Diese exponierte Lage, nördlich der eigentlichen Weinbaugrenze machte den sächsischen Weinbau schon immer schwierig, war aber durchaus von Vorteil, da die sächsischen Weine schon immer in geringem Umfang auf den Markt kommen und dadurch relativ hohe Preise erzielen konnten. Weinregion SachsenDie sächsischen Weinberge beginnen in der Nähe der Stadt Pillnitz und breiten sich entlang des landschaftlich sehr anspruchsvollen Gebiets der Elbe flussabwärts über Dresden und Meißen bis nach Merschwitz aus. Die größte Stadt des gesamten Weinbaugebietes ist gleichzeitig die sächsische Landeshauptstadt, nämlich Dresden. Die bekanntesten Weinbauorte Sachsens sind Pillnitz, Radebeul, Meißen, Proschwitz und Seußlitz. Die sächsischen Weinberge sind durch Löss- und Granitböden gekennzeichnet. Zudem überwiegt hier ein eher kontinentales Klima, welches der Region sehr warme und trockene Sommer, aber gleichzeitig auch strenge, fast immer frostige und vor allem lange Winter bringt. So kann es auch noch während der Vegetationszeit der Weinstöcke, die bis in den Mai reicht, zu Frostschäden, und damit zu großen Ernteeinbußen kommen. Im Herbst, knapp vor der Lese verursacht das kontinentale Klima aber auch eine starke Tendenz zu Frühfrösten, die im Laufe der Geschichte schon oft ganze Weinberge vernichtet haben. Weiters wirkt sich auch der hohe jährliche Niederschlag sehr ertragsbegrenzend aus, so werden in den sächsischen Weinbaubetrieben nur zwischen 30 und 50 Hektoliter Wein pro ha Rebfläche hergestellt, also weit weniger als die Hälfte des Landesdurchschnittes. Weingeschichte SachsensDie Weinbauregion Sachsen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Man geht heute davon aus, dass schon um das Jahr 900 in Sachsen erste Weinstöcke angepflanzt wurden. Die ersten verifizierten schriftlichen Erwähnungen über sächsischen Weinbau stammen aber erst aus dem Jahr 1161. Berühmt waren vor allem die auch heute noch bekannten Weinberglagen von Pillnitz und Wachwitz, auf denen bereits die sächsischen Könige ihre eigenen Weine anbauen und keltern ließen. Im Laufe der Jahrhunderte ist Sachsen aber immer das kleine Weinbaugebiet der Republik geblieben, was aber kein Nachteil war. Durch die Schaffung der DDR und später durch den Anschluss Deutschlands zu EU konnten die sächsischen Rebflächen aber deutlich, insgesamt um fast 200 ha, vergrößert werden. Rebsorten in SachsenDie in Sachsen vorherrschenden klimatischen Bedingungen bevorzugen vor allem den Anbau von weißen Rebsorten, die hier fast die gesamte Rebfläche bedecken. So wird in Sachsen weiße Rebsorte Müller-Thurgau mit einem Anteil von knapp 25 % an der Gesamtanbaufläche am häufigsten angebaut. Danach folgen Riesling, Weißburgunder und Traminer. Die restlichen Rebflächen entfallen auf die weißen Rebsorten Grauburgunder, Goldriesling, Ebling, Gutedel und Kerner. Die Rotweinproduktion spielt in Sachsen eine untergeordnete Rolle. In geringem Umfang werden Spätburgunder, Regent, Frühburgunder, Blauer Portugieser, Dornfelder und Dunkelfelder kultiviert. Eigenschaften des Weinbaugebietes SachsenDie sächsischen Weißweine haben einen sehr leichten Charakter, bestechen durch ihr anmutig duftendes Bukett und ihre erstaunliche Frucht. Sie werden grundsätzlich trocken ausgebaut und schmecken in jungen Jahren vorzüglich, sind aber nur in seltensten Fällen für eine längerfristige Einlagerung im Weinkeller zu gebrauchen. |
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