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Kategorie: Getränke: Alkoholhaltige Getränke: Wein: Rebsorten

Riesling, Klingelberger, Johannisberger, en.: riesling, fr.: riesling



Riesling ist eine weiße Rebsorte. Sie ist in Deutschland die wirtschaftlich wichtigste Rebsorte und wird auf über 20 % der gesamten Weinanbaufläche kultiviert. Die stärkste Verbreitung liegt im Weinbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer, in allen rheinischen Anbaugebieten und in Württemberg und Baden. Wichtig ist sie auch in Österreich, in Frankreich (vorwiegend im Elsass), in Luxemburg, Moldawien, Australien und Neuseeland.

Riesling wurde in Deutschland zur Zeit des ausgehenden Mittelalters am Oberrhein zuerst erwähnt. Mit Genanalysen hat man ermittelt, dass er eine Kreuzung von Heunisch (eine heute weniger wichtige Rebsorte, in etwa gleichbedeutend mit Elbling) und einer Traminer-Art darstellt. Riesling stellt hohe Anforderungen an die Lage, zudem reift er spät. Stärker als bei vielen anderen Rebsorten hängen die Aromen, die er in einen Wein einbringen kann, vom Terroir ab. So kann ein Riesling von schieferhaltigen Böden völlig anders wirken als von Löss. Der Säuregehalt ist gerade bei Mosel-Saar-Ruwer-Rieslingen hoch, im Elsass geringer, dennoch typisch. Damit ist eine erhöhte Lagerfähigkeit verbunden.

Bei den Aromen sind typisch: Pfirsich, Grapefruit und andere Zitrusnoten, auch Apfel und manchmal Maracuja. Mit längerer Lagerung ist gelegentlich ein Petrolton, eine typische Duft- und Geschmacksnote, die an Mineralöl-Derivate oder gegerbtes Juchtenleder erinnert zu finden. Auch hochwertige edelsüße Weine können aus Riesling-Trauben gewonnen werden. Die guten Eigenschaften des Rieslings haben dazu geführt, dass er auch zu Kreuzungen hinzugezogen wurde, so z.B. bei den Rebsorten Bacchus, Müller-Thurgau und Scheurebe.

Als Besonderheit sei hier noch eine Rebsorte genannt, die nur in Deutschland und hier nur im sächsischen Weinbaugebiet eine Rolle spielt, der Goldriesling, auch Goldmuskat genannt. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Elsass aus Riesling und Courtillier Musque Précoce gekreuzt. Die entstehende Rebsorte wurde erstmals 1913 in Sachsen angebaut und bietet hier den Vorteil, spät auszutreiben und trotzdem früh zu reifen, ideal für ein nördliches Gebiet. Die Weine sind hell goldgelb, haben ein feines würziges Aroma mit Anklängen von Muskat. Die Säure ist deutlich und die Weine können mit vielen Speisen kombinieren werden, die selbst wenig oder keine Säure mitbringen.


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