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Kategorie: Lebensmittel: Obst und Früchte

Trockenobst, Trockenfrüchte, Backobst, getrocknetes Obst, getrocknete Früchte, Dörrobst, Mischobst, en.: dried fruit, baked fruit, fr.: fruit à cuire, fruit séché, it.: frutta secca, es.: fruta seca



Trockenobst oder Trockenfrüchte. Getrocknetes Obst wird idealerweise an kühlen, trockenen und luftigen Orten gelagert. Es darf aber nicht weiter trocknen, da es sonst brüchig werden und noch weiter an Geschmack verlieren kann. In Vakuumbeutel sollte Trockenobst nicht gelagert werden, da es beim Herausnehmen entweder am Beutel oder aneinander kleben bleibt und leicht zerreißt. Zur Lagerung eignen sich am besten verschließbare, lichtundurchlässige Dosen. Quelle: fotolia.com, © Birgit Reitz-Hofmann

Trockenobst (auch Trockenfrüchte, Backobst, getrocknetes Obst, getrocknete Früchte, Dörrobst oder Mischobst genannt) ist reifes, gesäubertes, durch Wärmezufuhr in besonderen Trockenanlagen oder in klimatisch günstigen Lagen an der Luft getrocknetes Obst. Aus Sicht des Importhandels zählt frisches Schalenobst ebenfalls zu den Trockenfrüchten.

Trockenobst: Inhaltsstoffe

Trockenfrüchte haben je nach Obstsorte einen Wassergehalt zwischen 10 und 30 %. Während des Trocknens verlieren die Früchte Vitamine und Aromastoffe. Der Anteil der Nährstoffe und Mineralstoffe hingegen nimmt durch den Wasserentzug relativ zu. Trockenobst ist wegen seines hohen Zuckeranteils besonders nahrhaft.

Trockenobst: Einkauf

Zur industriellen Trocknung werden u. a. Äpfel, Aprikosen, Ananas, Bananen, Birnen, Datteln, Feigen, Mangos, Pfirsiche, Pflaumen und Weintrauben verwendet. Bei getrockneten Früchten mit höherem Wassergehalt (beispielsweise Trockenfeigen oder Trockenpflaumen) darf zur besseren Haltbarkeit Sorbinsäure verwendet werden. Zur Erhaltung der Farbe und zum Schutz vor Schädlingen werden Trockenfrüchte häufig mit den Antioxidationsmitteln Schwefeldioxid, E 220 oder Sulfiden behandelt. Ab einem Gehalt von 10 mg/kg Trockenobst muss dieses mit der Angabe geschwefelt auf der Verpackung gekennzeichnet werden. Darüber hinaus sind Oberflächenbehandlungsmittel erlaubt. Diese sollen ein Verkleben der Trockenfrüchte verhindern. Erlaubt sind Wachse und Öl. Durch den Einsatz von Öl als Oberflächenbehandlungsmittel steigt der Nährwertgehalt der behandelten Ware erheblich. Die im Handel angebotenen Mischungen von Trockenobst werden heute als Mischobst bezeichnet. Eine etwas veraltete Bezeichnung für gemischtes Trockenobst lautet Backobst.

Trockenobst: Lagerung

Getrocknetes Obst wird idealerweise an kühlen, trockenen und luftigen Orten gelagert. Es darf aber nicht weiter trocknen, da es sonst brüchig werden und noch weiter an Geschmack verlieren kann. In Vakuumbeutel sollte Trockenobst nicht gelagert werden, da es beim Herausnehmen entweder am Beutel oder aneinander kleben bleibt und leicht zerreißt. Zur Lagerung eignen sich am besten verschließbare, lichtundurchlässige Dosen.

Trockenobst: Verwendung

Trockenfrüchte können äußerst vielfältig verwendet werden. Aufgrund des hohen Zuckeranteils und der hohen Nährstoffdichte eignen sie sich als ernährungsphysiologisch hochwertiger Ersatz für Süßwaren und als Wanderverpflegung. Klein gehackt, gedünstet, mit Zucker, Zimt und frischem Zitronensaft verfeinert können Trockenfrüchte als Einlage Saucen ergänzen und verfeinern. Darüber hinaus gibt es unzählige Rezepte für Marmelade, Kompott und Fruchtsaucen aus Trockenfrüchten. Eingelegt in Alkohol schmecken sie ausgezeichnet zu Jogurt, Quark und Speiseeis jeder Art.

Trockenobst selbermachen

Zum Trocknen von Obst und auch von Gemüse gibt es zwei Methoden.

Erstens: Die Lebensmittel werden zunächst in dünne etwa 3 mm dicke Streifen oder Scheiben geschnitten und so auf ein Gitter gelegt, dass sie sich nicht gegenseitig berühren. Dann im Ofen bei etwa 70 bis 80 °C für einige Stunden trocknen lassen und anschließend an einem gut durchfüfteten und trockenen Raum für etwa zwei Tage stehen lassen.

Zweitens: Obst kann auch ohne Ofen luftgetrocknet werden. Dazu beispielsweise Äpfel in dünne Ringe schneiden und so auf eine auf eine Schnur ziehen, dass sich die Scheiben nicht berühren. Die Apfelschnüre dann für einige Tage in einem warmen, trockenen und gut durchlüfteten Raum hängen.


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