Die Lockerung mit Wasserdampf ist eine
physikalische Lockerungsmethode.
Während bei der
Lockerung mit Luft
die Zutaten selbst gelockert werden, findet bei der Lockerung mit Wasserdampf
die eigentliche Lockerung erst beim
Backen
statt.
Beim
Blätterteig
oder
Plunderteig
wird der
Teigtouriert.
Je nach Anzahl und Art der Touren entsteht eine Vielzahl von
Teigschichten, die durch das so genannte
Ziehfett
getrennt sind. Beim Backen entsteht Wasserdampf in den Schichten,
der durch das Fett daran gehindert wird, in oder durch die Nachbarschichten
zu entweichen. Er weitet also die Zwischenräume auf und lockert so das
Gebäck.
Bei der
Brandmasse
möchte man erreichen, dass die Beschaffenheit der Masse den beim Backen entstehenden
Wasserdampf nicht entweichen lässt. Dazu werden die fertig miteinander vermischen
Zutaten in einen Topf bei mäßiger Hitze
abgebrannt,
also mit einem Kochlöffel gerührt bis ein Großteil der Feuchtigkeit verdunstet ist.
Bei diesem Vorgang verkleistert die
Stärke
und der
Kleber
gerinnt; Die Brandmasse wird zäh und elastisch. Durch die Hitze beim Backen oder
Frittieren
entwickelt sich in der Masse Wasserdampf. Er kann wegen der zähen Beschaffenheit der
Masse nicht entweichen. Es bilden sich große Hohlräume, also
Poren
mit dünnen Wänden, die das fertige
Gebäck
locker und luftig machen.