Die knappe Gare oder auch 3/4-Gare
beschreibt einen bestimmten Zustand während des
Gärprozesses
eines
Hefeteigs.
Während der knappen Gare hat ein
Teigling
die richtige Gärreife erreicht, um in den
Ofen
eingeschoben werden zu können. Darum spricht man gelegentlich auch von der richtigen Gare.
Während der knappen Gare ist die Gasbildung im Hefeteig noch verhältnismäßig gering.
Das bewirkt, dass fertig gebackene
Backwaren
eine feine
Porung
mit einer elastischen, saftigen und aromatischen
Krume
bilden.
Der Hefeteigling besitzt in der knappen Gare eine schöne Form und ein ausreichend
großes Volumen. Er ist locker und elastisch und zeigt bei leichten Abtasten
etwas Widerstand. Die Teiglinge befinden sich in der 3/4-Gare am Anfang der
so genannten
Gärtoleranz.
Der Begriff 3/4-Gare deutet darauf hin, dass der
Teig
noch nicht seine volle Gare erreicht hat. Die restliche Gare erreicht er
während dem so genannten
Ofentrieb.
Der Ofentrieb setzt direkt nach dem Einschub der Teiglinge in den Ofen ein.