Die Gärtoleranz beschreibt die Zeit in der ein fertig gegärter
Hefeteig
dem stärker werdenden Gasdruck standhalten kann.
Die Gärtoleranz ist von der
Gärstabilität
abhängig. Je länger ein
Teigling
während der Gare dem immer stärker werdenden Gasdruck standhalten (tolerieren) kann,
desto höher ist die Gärstabilität. Das ist so lange der Fall, wie der
Kleber
durch den ansteigenden Gasdruck nicht reißt. Die Gärtoleranz endet fließend mit
dem Beginn der
Übergare
eines
Teiges.
Teige in der Gärtoleranz sind elastisch und dehnbar. Sie können große Gasmengen festhalten ohne
einzureißen, da sie einen stabilen
Kleber
haben. Die Stabilität des Klebers kann durch Zugabe von etwas
Salz
und etwas
Fett
(Beispielsweise
Butter
oder
Speiseöl)
verbessert werden. Positiv auf die Gärstabilität und damit auch auf die Gärtoleranzzeit
wirken sich auch die Führung eines
Vorteigs
und eine angemessen lange
Teigruhe
aus.