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Kategorie: Lebensmittel: Gemüse: Zwiebelgemüse

Zwiebel, Speisezwiebel, Küchenzwiebel, Gemüsezwiebel, Zipolle, bot.: Allium cepa L., en.: onion, fr.: oignon, it.: cipolla, es.: cebolla



Zwiebeln, Speisezwiebeln. Wie beim Lauch und beim Knoblauch ist das ätherische Öl Allicin für den milden bis scharfen Geschmack von Zwiebeln verantwortlich. Geschmacksprägende Bestandteile von Zwiebeln sind beispielsweise der Zucker Rhamnose sowie das ätherische Öl Allicin. Quelle: fotolia.com, © womue

Die Speisezwiebel oder kurz nur Zwiebel ist ein Gemüse. Es zählt zum Zwiebelgemüse und gehört zu der botanischen Familie der Zwiebelgewächse (bot.: Alliaceae). Sie ist schon seit über 5000 Jahren als Nahrungsmittel bekannt und hat ihren Ursprung sehr wahrscheinlich in Asien. In Deutschland nimmt die Speisezwiebel 8 % der Gemüseanbaufläche ein. Damit ist die Zwiebel gleich nach der Tomate das zweitwichtigste Gemüse in Deutschland. Sie wird in vielen verschiedenen Farben und Formen angebaut. Die Formenvielfalt ist teils sortenbedingt, teils durch Umweltbedingungen geprägt. Bei feuchter Witterung und dichtem Bestand bilden sich runde bis birnenförmige Zwiebeln. Bei trockener Witterung mit weitem Stand ist die Bildung von flachen Zwiebelformen begünstigt.

Inhaltsstoffe von Zwiebeln

Wie beim Lauch und beim Knoblauch ist das ätherische Öl Allicin für den milden bis scharfen Geschmack von Zwiebeln verantwortlich. Beim Verarbeiten von Zwiebel reizt das Allicin Schleimhäute so, dass die Augen tränen und die Nase läuft.

Tipp: Beim Schneiden ein Schluck Wasser im Mund behalten, das kann laut einer Volksweisheit die Reizung der Augen verhindern.

Zwiebel enthalten neben dem schwefelhaltigem Allicin noch viele Mineralien, Spurenelemente, Vitamine sowie Glucose und andere Inhaltstoffe, die durch ihre besondere Kombination die Zwiebel zu einem Naturheilmittel machen.

Warum blähen Zwiebeln?

Ein weiterer, auch geschmacksprägender Bestandteil von Zwiebeln ist der Zucker Rhamnose. Rhamnose wird im menschlichen Dünndarm nicht resorbiert und steht somit den Bakterien der menschlichen natürlichen Dickdarmflora voll zur Verfügung. Insbesondere nach dem Verzahr von rohen Zwiebeln kommt es darum zur verstärkten Aktivität der Darmbakterien; die Bakterien bauen den Zucker Rhamnose ab. Als Abbauprodukt entstehen verstärkte Gase, so dass Blähungen entstehen können. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Flatulenz (verstärkte Entwicklung von Gasen). Für den Geruch sind neben der Gase zudem auch schwefelhaltige Inhaltsstoffe der Zwiebel verantwortlich.


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