Englisch: Sheep, Lamb Französisch: Agneau, Mouton Spanisch: Oveja, Cordero, Carnero Italienisch: Montone, Castrato, Pecora, Agnello
Inhaltsverzeichnis
1. Lamm,
2. Schaf,
3. Hammel,
4. Inhaltsstoffe von Lammfleisch
5. Abstammungsgeschichte und Zoologie
6. Einige Schafarten und Schafrassen im Überblick
7. Terminologie - Was sich hinter den Begriffen Schaf, Lamm und Hammel verbirgt.
8. Lamm: Neue Unterscheidung
9. Lamm: Alte Unterscheidung
Inhaltsstoffe
Abstammungsgeschichte und Zoologie
Einige Schafarten und -rassen im Überblick
Terminologie - Was sich hinter den Begriffen Schaf, Lamm und Hammel verbirgt
In Deutschland wird Schaffleisch meist als Lammfleisch (ein Lamm ist ein junges Schaf) angeboten. Darum wird im folgenden auch nur von Lammfleischteilen gesprochen.
Lammfleisch ist erst mit steigendem Wohlstand für eine breite Masse von Verbrauchern erschwinglich geworden. Waren früher die großen Fleischteile von Hammel und Schaf gefragt, so sind es heute mehr und mehr die zarten Teile von jungen Tieren, die auf den Speisezetteln zu finden sind. Der ehemalige Saisonartikel Lamm wurde zudem durch moderne Lagermethoden (beispielsweise Tiefkühlung) zu einem ganzjährig zum Kauf angebotenen Lebensmittel. Traditionell war Lammfleisch ein Produkt, das vorwiegend nur um die Osterzeit angeboten werden konnte.
Heute ist Lamm sehr beliebt und das nicht nur wegen verbesserten Techniken der Vorratshaltung und gesteigertem Lebensstandart. Lammfleisch ist ein überaus wohlschmeckendes Fleisch. Es bietet ähnlich viele Zubereitungsmöglichkeiten wie Rindfleisch.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist der Anteil der Vitamine A, C und Vitamine der B-Gruppe, sowie der Anteil an Mineralstoffen (in 100 g Fleisch sind durchschnittlich etwa 80 mg Natrium, 1,3 g Eisen, 289 mg Kalium und 3 mg Calcium) erwähnenswert. Mageres Lammfleisch enthält etwa 28 bis 29 Prozent Eiweiß. Der Anteil an Cholesterin ist mit 70 mg in 100 g Fleisch etwa so hoch wie der von Rindfleisch. Der Anteil an Fett schwankt je nach Alter und Fleischteil erheblich. Mageres Muskelfleisch, wie beispielsweise Lammfilet enthält etwa 3,4 Prozent während Hammelbrust etwa 37 Prozent Fett enthält.
Lammfleisch ist in Deutschland, im Vergleich zu Schweinefleisch oder Rindfleisch ein eher wenig beachtetes Lebensmittel. Dabei lässt sich die Geschichte der Lämmer fast bis zum Anbeginn der Menschheitsgeschichte zurückverfolgen. Schafe (weibliche, erwachsene Lämmer) und auch Ziegen gehören zu den ältesten Haustieren. Schafe sind robuste und genügsame Tiere, das macht sie in Bezug auf klimatische Bedingungen und Nahrungsangebot anpassungsfähig. Dies erleichtert die Schafhaltung und trug zur weltweiten Verbreitung dieser Nutztiere bei.
Schafe waren früher vor allem Lieferanten für Wolle, Milch und Fleisch. Inzwischen werden sie zur Landschaftspflegeeingesetzt. Sie erhalten Landschaften wie die Heide oder Nordseedämme in ihrer gewünschten Form und Funktion. Ohne die Schafe würden die Landschaften erst versteppen und später verwalden.
Das Hausschaf gehört nach der zoologischen Systematik zu der Gattung Ovis. Zu dieser Gattung zählen das Wildschaf (zool.: Ovis ammon) und das Dickhornschaf (zool.: Ovis canadensis). Das Wildschaf entwickelte zwei Stammformen, von dem die heutigen Hausschafe abstammen.
Ursprünglich wurden die Schafe wegen ihrer Wolle bzw. wegen ihrer Deckhaare gezüchtet. Darum werden die Schafrassen nach Qualität und Eigenschaft ihrer Deckhaare unterteilt. Man unterscheidet zwischen Merinos-, Langwoll-, Kurzwoll-, Grobwoll- und Haarschafen (deren Deckhaare kurz sind).
In Deutschland wird heute nur noch zwischen Lamm und Schaf unterschieden. Die alten Bezeichnungen sind für eine feinere Unterscheidung allerdings sehr hilfreich.
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