Englisch: Calorie Französisch: Calorie Spanisch: Caloría Italienisch: Caloria
Inhaltsverzeichnis
1. Umrechnung Kalorie in Joule
2. Grundumsatz
3. Kalorienverbrauch
4. Kalorientabelle
5. Wohlstandsindikator Kalorienverbrauch
6. Leere Kalorien
7. Negative Kalorien
Kalorie (lat. calor = Wärme) ist eine physikalische Einheit für Energie, Arbeit und Wärmemenge. Sie wurde durch das Joule abgelöst und ist seit dem 1. Januar 1978 keine zulässige Einheit der Energie. Das Zeichen für die Einheiten der Kalorie ist cal. Trotz der offiziellen Umstellung auf Joule werden Brennwerte von Lebensmitteln weiterhin in Kalorien bzw. Kilokalorien angegeben. Seit dem 1. Januar 2010 ist die Angabe von Kalorien neben Joule in der EU wieder unbefristet zulässig. Häufig wird der Begriff Kalorie anstelle von Kilokalorie verwendet. So wird beispielsweise mit der Aussage: 1 g Fett enthält 9,3 Kalorien eigentlich 9,3 kcal, also 9300 Kalorien gemeint. Kalorien für Lebensmittel können hier im Lebensmittellexikon mit dem Kalorienrechner berechnet weden.
Mit 1 cal kann man ein Gramm Wasser um ein Grad Celsius erwärmen, genauer von 14,5 auf 15,5 Grad. Eine Kilokalorie sind 1000 Kalorien, d.h. damit können 1000 g Wasser, also 1 Liter um ein Grad erwärmt werden. Eine Kalorie entspricht etwa 4,19 Joule.
Der Grundumsatz ist die Energiemenge die ein Körper pro Tag bei völliger Ruhe zur Aufrechterhaltung seiner Funktion benötigt. Der Grundumsatz entspricht etwa 70 kcal/h also etwa eine kcal/h pro kg Körpergewicht.
Der Kalorienverbrauch richtet sich nach der Tätigkeit. Je "anstrengender" die Tätigkeit, desto höher der Kalorienverbrauch.
Die Kalorientabelle bezieht sich auf die Hauptnährstoffe pro 100 g. Siehe auch den Nährwertrechner für einzelne Lebensmittel.
Der Kalorienverbrauch pro Kopf ist ein Indikator für den Wohlstand bzw. für die Ernährungssituation der Bevölkerung eines Landes. Darum gilt der Kalorienverbrauch als Wohlstandsindikator zur Klassifizierung von Entwicklungsländern.
Als leere Kalorien bezeichnet man die Energie aus Lebensmitteln, die arm an lebensnotwendigen Nährstoffen, also beispielsweise Vitamine oder Mineralstoffe sind. Einen hohen Anteil an leeren Kalorien liefern beispielsweise Alkohol und Zucker.
Unter der Kategorie Ammenmärchen muss man wohl die so genannten negativen Kalorien einordnen. Es wird behauptet, dass der Körper nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel mehr Energie für die Verdauung verbraucht als er ihnen entnimmt. Je mehr man also von diesen Lebensmitteln äße, desto mehr nähme man ab. Vor allem Obst und Gemüse wie beispielsweise Äpfeln, Spargel oder einigen Kohlsorten sollen diese Eigenschaft besitzen. Für diese Theorie gibt es jedoch keine seriösen wissenschaftlichen Studien, die das bestätigen könnten.
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