Die Gams oder auch Gemse gehört zu den
horntragenden Wildtieren
(zool.: Bovidae) und als Paarhufer gleichzeitig zum
Schalenwild.
Wie alle
Wildtiere
unterliegt auch die Gemse den Jagdgesetzen. Sie lebt im europäischen Hoch- und Mittelgebirge
und ernährt sich von pflanzlicher Nahrung, die reich an aromatischen
Kräutern
ist. Das führt zu einem
Wildbret,
das bei jüngeren Tieren einen angenehmen, würzigen
Eigengeschmack hat und ähnlich zart wie das vom
Reh
ist. Die Körpermasse entspricht der des Rehs. Entsprechend sind die Schnitte
Gamsträger (Gamshals)
Gamsbrust
und
Gamsbauchlappen,
Gamsschulter (Blatt),
Gamsrücken (Ziemer)
und
Gamskeule (Gamsschlegel)
etwa gleich groß. Ein ausgewachsener Bock wiegt zwischen 35 und 50 kg,
eine Geiß zwischen 30 und 40 kg und ein Kitz etwa 12 bis 18 kg.
Gemse, Gams: Zubereitung
Die Zubereitung kann ebenso von Reh oder
Damwild
übertragen werden. Bei älteren Tieren ist die Muskelmasse sehr straff und es wird
schwierig, das Fleisch zart zu bekommen. Andererseits stehen junge Tiere selten
zur Verfügung. Entsprechend wird man im gastronomischen Angebot sehr viel häufiger
Gamspfeffer
oder andere
Schmorgerichte
finden als einen
Gamsrücken.
Noch stärker als beim
Hirsch
wird allerdings der
Geschmack
mit dem Alter, bei männlichen Tieren und speziell in der Brunstzeit unangenehm.
Insbesondere das Fett älterer Tiere muss sorgfältig entfernt werden.