Als Rotgipfler bezeichnet man eine weiße,
autochthone Rebsorte,
die heute vor allem in Österreich angebaut wird.
Als Hauptanbaugebiet gilt die Stadt
Gumpoldskirchen in der
Thermenregion.
Zudem wird die Rebsorte auch in Teilen Osteuropas zum
Keltern
von
Weißwein
angebaut. Der Name des Rotgipflers leitet sich von den markanten roten Spitzen der Weinblätter
des Rebstocks ab.
Der Rotgipfler wurde erstmals in der
Steiermark
im Jahre 1840 durch
Johann Burger
erwähnt und entstand wahrscheinlich durch eine Kreuzung aus den weißen Rebsorten
Traminer
und
Roter Veltliner.
Die Rebsorte wird selten sortenrein ausgebaut, meist aber mit der weißen Rebsorte
Zierfandlerverschnitten
und zur Herstellung von Heurigen, also
Jungweinen
verwendet. Seit Ende der 1990er Jahre wird der Rotgipfler vermehrt zur Herstellung von
Qualitätsweinen
verwendet.
Rotgipfler: Eigenschaften
Der Rotgipfler ist eine äußert spät reifende Rebsorte, die extrem empfindlich gegenüber
Krankheiten und Frost ist. Sie bevorzugt fruchtbare, mittelschwere Kalkböden und warme
Hanglagen. Die aus dem Rotgipfler hergestellten Weine zeichnen sich durch ein kräftiges
und harmonisches
Aroma,
eine goldgelbe Farbe, eine alkoholreiche Struktur und eine gute Lagerfähigkeit aus, da
sie meist mit
Restsüße
ausgebaut werden.