Als Molinara bezeichnet man eine rote
Rebsorte,
die aus dem italienischen Weinbaugebiet rund um die Stadt
Verona
stammt und heute fast ausschließlich im Weinbaugebiet
Venetien auf ca. 1800 ha Rebfläche angebaut wird.
Sie wird selten sortenrein ausgebaut, da sie kaum einen eigenständigen,
markanten Charakter aufweist. Meist wird sie mit anderen für Venetien
typischen Rebsorten wie
Corvina Veronese
und
Rondinella
verschnitten. Die Molinara-Rebe ist ein Bestandteil hochwertigster italienischer
Rotweine
wie
Amarone,
Bardolino,
Recioto
oder
Valpolicella.
Der Name der Rebsorte, der zu Deutsch soviel wie Mühle bedeutet, leitet sich vom
Aussehen der
Trauben
ab. Die Trauben sind von einem grauen Schleier überzogen und wirken so, als wären sie mit
Mehl
bestäubt worden.
Molinara: Eigenschaften
Diese Rebsorte Molinara kennzeichnet sich durch ihre großen, rundlich bis leicht oval
geformten Beeren von rötlicher bis violetter Farbe aus. Sie gilt als spätreife Rebsorte,
die durchgängig hohe Erträge hervorbringt. Die aus ihr
gekelterten
Wein
enthalten nicht übermäßig viel
Alkohol,
daher wird die Molinara-Traube meist mit anderen Rebsorten verschnitten.