Englisch: Ascorbyl palmitate Französisch: Palmitate d'ascorbyle Spanisch: Palmitato ascorbilo Italienisch: Assorbile palmitato
Inhaltsverzeichnis
1. Wirkung von Ascorbylpalmitat in Lebensmitteln
2. Herstellung von Ascorbinsäureester
3. Verwendung von Ascorbinsäureester
4. Gesundheitliche Risiken durch Ascorbinsäureester
Bei Ascorbinsäureester handelt es sich um eine Verbindung, die aus der Veresterung von Ascorbinsäure und Fettsäuren wie Palmitinsäure und Stearinsäure entsteht. Anders als Ascorbinsäure ist Ascorbinsäureester nicht wasserlöslich, sondern löst sich nur in Fett. Im Gegensatz zur reinen Ascorbinsäure hat Ascorbinsäureester nur eine geringe Vitaminwirkung. Durch die Veresterung von Ascorbinsäure mit Palmitin- oder Stearinsäure entstehen Ascorbylpalmitat und Ascorbylstearat. In der Lebensmittelindustrie wird überwiegend Ascorbylpalmitat genutzt. Als fettlösliches Antioxidationsmittel wird Ascorbinsäureester in erster Linie in fetthaltigen Lebensmitteln eingesetzt. In fetthaltigen Lebensmitteln wirkt dieser Zusatzstoff antioxidativ und verstärkt zudem die Wirkung anderer Antioxidationsmittel. Häufig wird Ascorbinsäureester in Verbindung mit dem Lebensmittelzusatzstoff Alpha-Tocopherol eingesetzt. Ascorbinsäureester wirken nicht nur antioxidativ, sondern können auch als Emulgator bei der Lebensmittelherstellung dienen.
Um Ascorbinsäureester herzustellen, werden Ascorbinsäure und Speisefettsäuren benötigt. Die gewählten Speisefettsäuren sollten besonders viel Stearin- oder Palmitinsäure enthalten. Durch eine chemische Reaktion wird dann der Lebensmittelzusatzstoff Ascorbinsäureester gewonnen. Auch tierische Fette können für die Herstellung von Ascorbinsäureester genutzt werden. In der Regel kommen jedoch pflanzliche Fette zum Einsatz.
Zugelassen ist Ascorbinsäureester für Lebensmittel allgemein. Nicht zugesetzt werden darf E 304 Lebensmitteln, die unbehandelt bleiben sollen. Zudem müssen gesetzliche Bestimmungen beachtet werden. Es gibt einige Lebensmittel, die aufgrund gesetzlicher Bestimmungen überhaupt keine Zusatzstoffe enthalten dürfen.
Verwendet wird Ascorbinsäureester beispielsweise für Wurstwaren, Fleischwaren, Bratfette und Backfette, Speiseöle, Mayonnaise, Weißbrot und Trockenmilcherzeugnisse. Auch in Säuglingsanfangsnahrung darf Ascorbinsäureester verwendet werden. Hier ist jedoch die Höchstmenge auf 10 mg/l beschränkt. Zum Einsatz kommt Ascorbinsäureester vor allem in Lebensmitteln, die viel Fett enthalten. Zudem kann Ascorbinsäureester eingesetzt werden, um den Vitamin-C-Gehalt eines Lebensmittels zu erhöhen. Wird dieser Zusatzstoff allein aus diesem Grund verwendet, dann darf er als Vitamin C auf der Zutatenliste aufgeführt werden. Stehen die anderen Wirkungsweisen dieses Zusatzstoffes im Vordergrund, so muss auf der Verpackung einer der anderen Namen oder die Nummer E 304 stehen.
Eingesetzt wird Ascorbinsäureester auch in Futtermitteln, Kosmetika und Arzneimitteln.
Für diesen Lebensmittelzusatzstoff wurde kein ADI-Wert festgelegt. Ascorbinsäureester gilt als gesundheitlich unbedenklich. Im menschlichen Organismus wird Ascorbinsäureester in seine Bestandteile aufgespalten, diese werden anschließend verdaut.
Fehlen Infos oder ist etwas falsch? Gefällt Euch die Seite? Dann freue ich mich über einen Kommentar oder einen Verbesserungsvorschlag. Schließt mich +Frank Massholder oder +lebensmittellexikon mit in die Kreise ein, mit der Ihr Euren Kommentar teilt!