Als Sagrantino bezeichnet man eine rote
Rebsorte,
die hauptsächlich in
Italien
angebaut und zur Herstellung von
Passito-Weinen
verwendet wird. Die Sagrantino-Rebe wird seit dem Altertum am Ufer des
Clitunno, an den Hängen der Martani-Berge, in der Region Umbrien angebaut
und findet in diesem Gebiet auch noch heute, durch das eher mildere Klima
die besten Voraussetzungen für eine optimale Reife.
Die erste schriftliche Erwähnung der Rebsorte stammen aus den Archiven des Kaisers
von Assisi und gehen bis ins 16. Jh. zurück. Die Sagrantino-Traube hat den
höchsten Gehalt an
Polyphenolen
(aromatische chemische Verbindungen, die u. a die schädlichen Wirkungen der
Bakterien hemmen) aller Traubensorten und eignet sich darum besonders gut für die
Produktion von alterungsfähigen
Weinen.
Sagrantino-Weine zeichnen sich durch ihr starkes
Tannin
aus und können sowohl trocken als auch süß ausgebaut werden.