Als Strohwein oder Schilfwein bezeichnet man einen
Süßwein,
dessen
Trauben
nach der Lese auf Stroh- oder Schilfmatten teilweise auch auf Holzrosten
luftgetrocknet werden. Während des Trocknens verlieren die Trauben Flüssigkeit und damit
erhöht sich der prozentuale Gehalt an
Zucker.
Die
Trocknung
dauert mindestens drei Monate. Ein Strohwein muss ein
Mostgewicht
von mindestens
25 °KMW
aufweisen. Wegen des hohen Zuckergehaltes entsteht während der Vinifikation, also der Weinherstellung
ein schweren, lange lagerfähigen
Wein
mit einem Alkoholgehalt um die 14 % Vol.
Nach dem Prinzip der
Strohweinherstellung wurden schon in der Antike Weine gekeltert. Heute werden Strohweine insbesondere in
Österreich,
Griechenland,
Italien,
Spanien
und
Frankreich
(Vin de paille)
hergestellt. Seit den 1970er Jahren ist die Herstellung von Strohwein aus
lebensmittelhygienischen Gründen in
Deutschland
verboten, da vom Stroh gedundheitsschädliche Bakterien auf die Weintrauben übertragen
werden können.