Als Malzkaffee bezeichnet man ein koffeinfreies
kaffeeähnliches Getränk
aus gemälzter
Gerste.
Malzkaffee wird gerne als Alternative zum handelüblichen
Bohnenkaffee
verwendet.
Der Malzkaffee kam während des Kaffeeverbotes von 1780 und Napoleons
Kontinentalsperre gegen
England
auf. Kaffeeverbot und Kontinentalsperre verknappten das Produkt
Kaffee,
so dass die Kaffeepreise für Normalbürger unerschwinglich wurden. Auf der
Suche nach Alternativen zum Bohnenkaffee etablierte sich neben dem
Getreidekaffee
auch der aus Gerste hergestellte Malzkaffee.
Malzkaffee: Herstellung
Zunächst wird Gerste in Wasser eingeweicht und zum Keimen gebracht.
Dabei verwandelt sich die enthaltene
Stärke
in
Malzzucker.
Durch das anschließende
Rösten
wird der Keimprozess gestoppt und der Malzzucker karamellisiert
wodurch sich die an Kaffee erinnernde Farbe und das ähnliche
Aroma
entwickeln. Im Gegensatz zum Getreidekaffee enthält der Malzkaffee weniger
Gerb- und Bitterstoffe und ist somit etwas milder und süßlicher im
Geschmack.
Beim Rösten können auch schädliche Stoffe, gelegentlich auch das krebserregende
Benzpyren,
entstehen. Hiezu werden regelmäßig spezielle Untersuchungen hinsichtlich des Stoffes
Benzpyren und anderen Pestizidrückständen durchgeführt.