Als Rinderfilet oder einfach nur als Filet wird die innere Lendenmuskulatur bezeichnet. Es wird von den Lendenwirbeln und vom Beckenknochen abgetrennt. Das Filet wird im Handel meist ohne aufliegendes Fettgewebe angeboten. Es ist nur noch eine dünne Silberhaut auf dem Mittelstück des Filets vorhanden.
Das Filet ist zweifelsfrei das wertvollste Teilstück des Rinds. Es ist sehr fettarm: Der Fettanteil liegt je nach Marmorierung bei nur 3 bis 4,5 %. Rinderfilets eignen sich hervorragend zum Kurzbraten und zum Braten am Stück. Aus dem dicken Mittelstück werden das berühmte Chateaubriand oder zart gebratene Tournedos zubereitet. Hingegen schneidet man aus dem schmalen Mittelstück, das für Steaks oder Tournedos zu dünn ist, Filets mignons. Aus der Filetspitze und dem Filetkopf schneidet man u. a. Geschnetzeltes (beispielsweise Bœuf Stroganoff) oder Fleisch für Fondue.