Nach dem Abwiegen wird
Teig
zu so genannten
Pressengewirkt bzw. rundgewirkt.
Beim Rundwirken werden die Teigstücke auf eine bemehlte Arbeitsfläche gelegt.
Das Teigstück wird nun von außen nach innen eingeklappt. Das geschieht in mehreren Arbeitsgängen.
Zunächst wird der obere Rand in die Mitte geklappt und mit dem Handballen festgepresst. Anschließend
dreht man den Teig etwas und wiederholt den Vorgang, bis ein glatter runder Pressen bzw. Ballen
entstanden ist. Beim Wirken erhält der Teig Spannung, die nicht zu stark werden sollte, da sonst
die Teigoberfläche reißt.
Das Rundwirken wird häufig auch
als Ausstoßen, Zusammenstoßen.
Das Wirken sorgt für die Vermehrung der
Poren
und für eine verbesserte
Krumenbildung.
Darüber hinaus entweicht beim Wirken aus dem Teig
Kohlendioxid
während gleichzeitig
Sauerstoff
eingearbeitet wird. Der Sauerstoff wird von der
Hefe
zur Verstoffwechslung verwendet und verbessert ihre Aktivität.
Im Zusammenhang mit fehlerhaft oder schlecht gewirkten Teigen spricht man von so
genannten Wirkfehlern. Mitunter entstehen durch zu geringe Druckausübung
Wirkblasen oder wenn zu viel
Mehl
zum Wirken verwendet wurde Wirkeinschlüsse.