Kalte Kraftbrühe, geeiste Kraftbrühe,
fr.: Consommé froid
Kalte Kraftbrühen werden auch als geeiste Kraftbrühen bezeichnet. Man versteht darunter eine
kräftige, gehaltvolle
Kraftbrühe,
die einen leichten, nicht zu festen Gelierstand hat. Zur Herstellung von kalten Kraftbrühen werden dem
Kläransatz
zusätzlich
Geflügelkarkassen
und klein gehackte
Kalbsfüße
hinzugegeben und mitgekocht. Geflügelknochen und Kalbsfüße haben einen besonders hohen Anteil an
Kollagen,
das beim
Klären
in die Brühe übergeht. Kollagen ist ein
Eiweiß,
dass im kalten Zustand eine Flüssigkeit gelieren lässt. Die fertige,
degraissierte, also entfettete
und
passierte
Brühe muss auf Zimmertemperatur abkühlen und anschließend für mindesten 5 Stunden im
Kühlschrank
abkühlen. Nach etwa 5 Stunden Kühlzeit hat die Brühe einen leichten, nach etwa 20 Stunden ihren
maximalen Gelierstand erreicht.
Den benötigten Gelierstand könnte man auch durch Zugabe von
Gelatine
erreichen. Allerdings ist dann der
Geschmack
der
Brühen
nicht so fein und natürlich.