Blauer Wildbacher ist eine sehr alte, rote
autochthone Rebsorte.
Sie stammt
Österreich
und soll im Gebiet Steiermark bereits als wild wachsende Rebe von den
Kelten etwa 400 v. Chr., während der Le-Tene-Zeit zum
Keltern
von
Wein
verwendet worden sein. Urkundlich erwähnt wird sie allerdings erst im 16. Jh.;
U. a. in einem der ältesten, in deutscher Sprache verfassten und 1580 erschienenen
Weinbuch von Johannes Rasch (∗ 1540; † 1612).
Die Rebsorte wird vor allem im österreichischen Weinbaugebiet
Steiermark
angebaut und zur Herstellung des
Schilchers,
einem bekannten
Roséwein
verwendet. Nur in seltensten Fällen wird aus der Blauen Wildbacher Rebe ein
Rotwein
gekeltert.
Blauer Wildbacher: Eigenschaften
Der Blaue Wildbacher stellt sehr hohe Anforderungen an seine Umgebung, so bevorzugt er warme und
zugleich luftige Weinlagen, auf denen sich Fäulnis nur erschwert verbreiten kann. Er gedeiht am
besten auf festen Granitböden, die optimal zur Entfaltung der Rebsorte beitragen. Da die
Rebsorte auch bei besten Voraussetzungen nur mittlere Erträge hervorbringt und sehr spät reift,
findet sie in anderen weltweiten Weinanbaugebieten kaum Verwendung.
Die aus der Blauen Wildbacher Rebe gekelterten Weine kennzeichnen sich durch eine an
Zwiebelschalen erinnernde rubinrote Farbe aus. Die Weinen haben einen äußert frischen
Geschmack
in Verbindung mit einer ausgeprägten
Säure.