Blauschimmelkäse ist nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen, eine eigenständige
Käsegruppe.
Die meisten Blauschimmelkäse gehören jedoch zu den
halbfesten Schnittkäsen.
Als Blauschimmelkäse werden
Käse
bezeichnet, deren Teig mit speziellen Schimmelkulturen
geimpft wurde. Dabei spielt es keine Rolle, zu welcher Käsegruppe die jeweilige
Käsesorte gehört. Alle Blauschimmelkäse haben einen Mindestfettgehalt von 40 %
i.Tr.
Um die Schimmelkulturen besser reifen zu lassen, stechen die Käsehersteller die Käselaibe mit
Nadeln an, man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Pikieren
.
So stellt man sicher, dass die Edelpilze durch die Einstichlöcher
mit wachstumsförderndem Sauerstoff versorgt werden. Die Einstichlöcher sind oft gut beim
Anschneiden eines Blauschimmelkäses zu erkennen.
Wenn Blauschimmelkäse aus reiner
Kuhmilch
hergestellt wurde, muss dies auf der Verpackung nicht vermerkt werden. Nur wenn
Ziegenmilch
oder
Schafsmilch
zur Herstellung verwendet wird, ist eine Angabe auf der Verpackung notwendig. Der
Roquefort ist der einzige Blauschimmelkäse aus reiner Schafsmilch; er benötigt als einziger
Schafsmilch-Blauschimmelkäse keinen Verpackungshinweis darauf, aus welcher Milchsorte
er hergestellt wurde.