Die spezifische sensorische Sättigung ist ein Effekt, der in
Zusammenhang mit Nahrungsmittelpräferenzen von Bedeutung ist. Er tritt auf,
wenn eine Wiederholung gleichartiger sensorischer Eindrücke zu deren
Abschwächung führt. Also je mehr man von einem bestimmten Produkt isst, desto
weniger verhangen verspürt man - zumindest für kurze Zeit - noch mehr davon
zu essen. Die spezifische sensorische Sättigung wird insbesondere bei
hedonischen lebensmittelsensorischen Tests
berücksichtigt. Die Grenzen des Effekts gehen fließend in den
Mere Exposure Effect
über.
Dieser Effekt der spezifischen sensorischen Sättigung ist nützlich und
entwicklungsgeschichtlich plausibel, da er Hilft eine einseitige Ernährung
zu vermieden. Bei Kindern ist der Effekt bekanntlich gering,
sie neigen dazu zuviel von ihren Lieblingsspeisen zu essen. Nach
Ergebnissen aus dem Jahr 2007 tritt der Effekt auch bei älteren Menschen wieder
geringer auf.