Der Mere Exposure Effect
entsteht bei der
hedonischen lebensmittelsensorischen Prüfung,
wenn ein zuvor probiertes
Lebensmittel
bzw. Produkt bei zusätzlichen darauffolgenden Tests besser akzeptiert wird.
Das wird insbesondere bei wiederholten sensorischen Tests berücksichtigt.
Der Mere Exposure Effect wurde erst 1968 entdeckt, obwohl er entwicklungsgeschichtlich
sehr plausibel ist: Wurde eine Speise einmal verzehrt und ist gut vertragen worden,
so kann sie beim nächsten Kontakt positiv betrachtet werden. Spricht man beispielsweise
davon, dass Kindern werde ein
Geschmackantrainiert wurde, dann ist dieser Effekt ebenfalls beteiligt. Hersteller von
Süßwaren
oder von
Fast Food
nutzen den Effekt aus, um für ihre Produkte eine hohe Akzeptanz zu erzielen. Durch Training
einen Geschmack besser zu akzeptieren funktioniert auch bei Erwachsenen, wie Untersuchungen
der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2007 ergaben. Auch für andere Sinne ist ein entsprechender
Effekt nachgewiesen. Kurzfristig kann die Wirkung des mere exposure effects durch den Effekt der
spezifischen sensorischen Sättigung
abgeschwächt oder aufgehoben werden.